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Eigentümer soll wildes Abstellen von Fahrrädern verhindern

Bahnhof wird aufgestockt

Paderborn (WB/itz). Eindeutiges Votum am Donnerstagabend im Bau- und Planungsausschuss der Stadt Paderborn: Das in der Planung befindliche Bahnhofsgebäude darf um ein weiteres Stockwerk ergänzt werden.

So sieht der neue Entwurf für den Bahnhof aus. Das Gebäude soll nun sieben Geschosse erhalten. Davor kommen die Kolonnaden.

Einzig die Grünen-Fraktion stimmte gegen den Antrag der Bremer AG, die das Gebäude errichten wird. Alle anderen Fraktionen stimmten für den Antrag. Man sei froh, dass es vorwärts gehe, lautete der Tenor von nahezu allen Seiten. Johannes Knaup (LKR) stellte zum Beispiel klar, dass der Ausschuss schließlich kein Verhinderungs-Gremium sei, sondern »positiv begleitend«. Kritik kam jedoch von den Grünen und der FDP.

Finanzamt ebenfalls aufstocken

Statt sechs soll das Gebäude nun sieben Geschosse erhalten. Bei dem obersten Stockwerk wird es sich um ein Staffelgeschoss handeln, in dem die Technik untergebracht wird. Was der Investor in dem zusätzlichen Stockwerk plant, wurde nicht erläutert. In den anderen Obergeschossen sollen Büros und ein Hotel untergebracht werden. Reinhard Borgmeier (Linksfraktion) regte an, dass auch das gegenüber liegende Finanzamt, das unter Platzmangel leidet, aufstocken sollte – dann wäre ein optischer Ausgleich geschaffen.

Ziemlich uneins war sich der Ausschuss aber in einer anderen Frage: Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Fläche vor dem Bahnhof unter den so genannten Kolonnaden in die Hände des Investors zu übergeben. Der hätte dann die Möglichkeit, das Hausrecht auszuüben.

Privater darf Fahrräder entfernen

Aufgrund des deutlich geschrumpften Platzangebots vor dem Bahnhof müsse künftig sehr genau darauf geachtet werden, dass die Fläche nicht mit Fahrrädern zugestellt werde. Ein Privater habe im Gegensatz zur Stadt die Möglichkeit, dieses Abstellverbot von Fahrrädern durchzusetzen, erklärte die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke. Der Vorschlag stamme aus Aschaffenburg, wo man genau nach diesem Muster verfahre.

Bei Grünen, Linksfraktion und SPD regte sich Widerstand: Es müsse Aufgabe der Stadt bleiben, sich um das Fahrradproblem zu kümmern. Vorrangig müsse ein Fahrradparkhaus errichtet werden, hieß es. Bei der Abstimmung votierten CDU und LKR mit einer knappen Mehrheit für die Privatisierung der Fläche.

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