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Tuningszene im Fokus: Schwerpunkteinsatz der Kreispolizeibehörde im Paderborner Innenstadtbereich

Bei 50 Kontrollen 38 Verstöße festgestellt

Paderborn

Nachdem es in der Paderborner Innenstadt in den vergangenen Wochen wieder vermehrt zu Verkehrsverstößen und Lärmbelästigungen durch Vertreter der Tuningszene gekommen war, sah sich die Kreispolizeibehörde am vergangenen Freitag, 12. März, erneut zu einem Schwerpunkteinsatz veranlasst. Die Bilanz spricht eine deutliche Sprache: Bei 50 Kontrollen wurden 38 Verstöße festgestellt und geahndet.

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Die Kreispolizeibehörde hat am Freitag in Paderborn bei 50 Kontrollen 38 Verstöße festgestellt. Foto: Jörn Hannemann

Neben zivilen und uniformierten Polizeibeamten waren auch Mitarbeiter der Stadt im Einsatz. An den szenetypischen Treffpunkten am Pohlweg und an der Detmolder Straße waren bis zu 60 Autos vor Ort. Das schlechte Wetter, zwischenzeitlich regnete es stark, dürfte der Grund für den verhältnismäßig geringen Zulauf gewesen sein.

Zusätzliches Steuergerät im Kofferraum

Gegen 21 Uhr befuhr ein 24-jähriger Paderborner mit seinem Kia, an dem die Kennzeichenbeleuchtung defekt war, die Detmolder Straße stadtauswärts. Daraufhin wurde der Mann durch die Polizeibeamten angehalten. Während der Kontrolle gab es Anzeichen dafür, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Der Drogenvortest fiel positiv aus, die Entnahme einer Blutprobe wurde angeordnet. Kurz darauf war ein 31-Jähriger mit seinem Hyundai auf dem Rotheweg unterwegs. Auch bei ihm bestand der Verdacht, dass er Betäubungsmittel konsumiert hatte, so dass ebenfalls die Entnahme einer Blutprobe angeordnet wurde. Um 1.20 Uhr befuhr ein 22-jähriger Paderborner mit seinem VW Scirocco die Neuhäuser Straße stadtauswärts. Hier stellten die Beamten fest, dass im Motorraum ein zusätzliches Steuergerät mittels Kabelbinder angebracht war. Dies diente offenbar einer nicht eingetragenen Leistungssteigerung des Motors. Zwecks Beweissicherung und Erstellung eines Sachverständigengutachtens wurde der Pkw sichergestellt und ein Bußgeldverfahren wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis eingeleitet.

Darüber hinaus wurden 18 Verwarnungsgelder erhoben, acht weitere Ordnungswidrigkeitsanzeigen, sieben Kontrollberichte sowie eine Mitteilung an das Straßenverkehrsamt gefertigt. Weiterhin wurden bei Geschwindigkeitskontrollen im Innenstadtbereich 13 Verstöße festgestellt. Außerdem kam es In vier Fällen zu Anzeigen wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung.

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