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Aktionstag am 15. September auf dem neuen ASP-Recyclinghof in Paderborn

Betrieb spielt sich ein

Paderborn (WB). Seit gut vier Wochen ist die neue Anlieferplattform auf dem ASP-Recyclinghof Talle in Betrieb. Doch noch läuft nicht alles so, wie es soll, da dort bis Juni weiterhin gebaut wird. Das stellte Betriebsleiter Reinhard Nolte am Mittwoch klar, als der zuständige Betriebsausschuss die Anlage besichtigte.

Maike Stahl

Die neue Rampe auf dem Recyclinghof An der Talle hat der zuständige Betriebsausschuss am Mittwoch besichtigt. Dr. Dietmar Regener (rechts) und Reinhard Nolte (3. von rechts) informierten die Politiker mit Ausschussvorsitzender Ulrike Heinemann (rechts) Foto: Maike Stahl

»Noch müssen alle Fahrzeuge über die Plattform, auch wenn sie dort gar nichts entsorgen müssen, da die zweite Spur wegen des Baubetriebs noch geschlossen ist«, erläuterte Nolte. Das hat am vergangenen Samstag bei dem schönen Wetter nach Informationen dieser Zeitung zeitweise zu langen Rückstaus und Wartezeiten bis zu 25 Minuten geführt.

Anlieferer behindern sich gegenseitig

»Auch das Parken vor den Containern auf der Plattform muss sich noch einspielen«, räumte Nolte ein. Viele Anlieferer würden sich gegenseitig behindern, besonders wenn sie einen Anhänger dabei hätten.

Für diese Fahrzeuge, die nach Beobachtungen des ASP vor allem Grünschnitt und Holz anliefern, soll es im Herbst eine Extraspur geben. Holz werde auf den Recyclinghöfen des ASP in relativ großen Mengen entsorgt, weil die Stadt die Annahme im Gegensatz zum Kreis derzeit noch kostenfrei gestaltete, erläuterte Nolte.

Außerdem biete die Stadt komfortablere Öffnungszeiten, werktags bis 18.30 Uhr und samstags bis 15 Uhr. »Das hat sich bewährt, weil wir damit vielen Berufstätigen entgegen kommen«, sagte der ASP-Betriebsleiter.

Betriebsfläche wird fast verdoppelt

Derzeit wird auf dem Recyclinghof an der Talle, dessen Betriebsfläche auf 7200 Quadratmeter fast verdoppelt worden ist, noch ein zweiter überdachter Bereich für die Annahme von Elektrogeräten geschaffen. Außerdem werden eine Betonfläche für die Pressen, eine ebenfalls überdachte Schadstoffannahme und eine weitere Containerfläche gebaut, die vor allem an den Wochenenden für Entlastung der Plattform sorgen soll.

»Wenn wir fertig sind, müssen zum Beispiel diejenigen. die Elektrogeräte anliefern gar nicht mehr über die Rampe fahren«, berichtete Nolte. Wenn die Dächer fertig sind, sollen sie mit Photovoltaik versehen werden, die an einen Batteriespeicher angeschlossen ist. Darüber sollen die E-Fahrzeuge des ASP an 16 Ladepunkten aufgeladen werden. Fertiggestellt werden soll der neue Recyclinghof im Juni. Am 15. September ist ein Aktionstag auf dem Gelände geplant.

Zahl der Anlieferungen um zehn Prozent gestiegen

300.000 Anlieferungen auf den Recyclinghöfen registrierte der ASP im vergangenen Jahr. Das sei eine erneute Steigerung von 10 Prozent gegenüber 2017. Sorge bereitet Nolte die Personalsituation. »Die Bedingungen, vor allem für die Elektrogeräteannahmen haben sich verschärft, deshalb suchen wir händeringend Fachleute für Kreislaufwirtschaft«, berichtete er.

Derzeit seien acht Mitarbeiter im Schichtdienst tätig, die dringend Unterstützung bräuchten. »Aber der Markt ist leer gefegt, wir kriegen im Moment niemand«, klagte der Betriebsleiter.

Positive Nachrichten hatte er hingegen zum Bereich Finanzen. Das wirtschaftliche Ergebnis im gesamten Bereich Abfallwirtschaft habe sich nach dem vorläufigen Jahresabschluss 2018 bei einem Umsatzvolumen von 13,4 Millionen Euro mit 625.000 Euro gegenüber dem Planansatz verbessert. »Das war aber rechtzeitig absehbar und ist bereits in die neue Gebührenkalkulation eingeflossen«, stellte Nolte klar.

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