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Unter dem Motto »Freedom of the City« marschieren 1400 Soldaten durch Paderborn – mit Videos

Briten sagen Goodbye

Paderborn (WB/itz). Mit einer grandiosen Parade haben sich am Freitag die britischen Streitkräfte in Paderborn vor großer Kulisse gezeigt und zugleich verabschiedet.

Unter dem Motto »Freedom of the City« marschieren 1400 Soldaten durch Paderborn. Foto: Besim Mazhiqi

Im Sommer 2019 werden die letzten Briten abgezogen sein. 1400 Soldaten der 20. Armoured Infantry Brigade gestalten einen Aufmarsch der Superlative, den es in dieser Größenordnung sonst nur zum Geburtstag der Queen gibt.

Tausende Zuschauer sind auf den Maspernplatz gekommen. Weitere standen an den Straßen und auf dem Domplatz  und warten auf die 1400  marschierenden Soldaten, die von Militärkapellen zackig begleitet werden.

Der perfekt inszenierte Marschstil beeindruckt sogar Hauptmann Markus Lenz vom Panzerbataillon 203 in Augustdorf. »Das ist schon ein besonderes Erlebnis. Das sieht sehr dynamisch aus«, stellt er fest.

Brigadegeneral Torsten Gerstof, Kommandeur des Landeskommandos NRW, verlleiht vier britischen Truppenteilen das Fahnenband der Bundesrepublik.

Die Parade  »Freedom of the City« wird gemeinsam von der in Paderborn stationierten 20th Armoured Infantery Brigade, der Stadt und dem Kreis Paderborn ausgerichtet.

Frauen, Kinder und Veteranen gehören zu den Gästen. Deutsche und britische Fähnchen wehen im Einklang im lauen Sommerwind. Deutsche  und britische Soldaten schwitzen gemeinsam in ihren Uniformen bei der drei Kilometer langen Parade bei Temperaturen jenseits der 30 Grad.

Deutsche und Briten – das ist eine innige Verbindung, stellt auch Paderborns Bürgermeister Michael Dreier fest. Er ist ebenso wie Landrat Manfred Müller beeindruckt von der Parade. »Sie zeigt, was Paderborn für Sie bedeutet, vor allem aber, was Sie für Paderborn bedeuten«, sagt Dreier zu den Soldaten.

Er erinnert daran, dass die Briten als Besatzer gekommen  und zu Freunden geworden seien. Es sei den Menschen dieser Stadt  wichtig gewesen, den Briten hier ein Zuhause zu geben. »Sie werden immer einen Platz in unseren Herzen haben«, verspricht Dreier.

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