1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Paderborn
  6. >
  7. Brüderkrankenhaus baut in Paderborn neues Labor

  8. >

Räume für Aufbereitung von Medizinprodukten und Pathologie

Brüderkrankenhaus baut in Paderborn neues Labor

Paderborn

Auf dem Krankenhausgelände an der Ecke zur Brüderstraße rollen derzeit die Bagger. Erichtet werden soll dort ein fünfgeschossiger Neubau inklusive Kellergeschoss. „Haus C“ heißt der Neubau für Labor, Medizinprodukteaufbereitung und Pathologie, der auf dem Campus des Brüderkrankenhauses St. Josef Paderborn derzeit entsteht.

Der Kaufmännischer Direktor des Brüderkrankenhauses St. Josef Paderborn, Siegfried Rörig (links) und Technikleiter Markus Jordan auf der Baustelle an der Brüderstraße, wo das „Haus C“ für Labor und Medizinprodukteaufbereitung entsteht. Foto: Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn

Hauptmieter ist die B+V Laborzentrum GmbH, eine vom Brüderkrankenhaus und den St. Vincenz-Kliniken Salzkotten und Paderborn gemeinsam betriebene Gesellschaft, die die fünf Krankenhäuser der beiden Träger (St. Vincenz, Frauen- und Kinderklinik St. Louise und St. Josefs-Krankenhaus Salzkotten sowie Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn und St.-Marien-Hospital Marsberg) mit Laborleistungen versorgt. Das teilte das Brüderkrankenhaus St. Josef am Montag mit.

Seit 2007 ist den weiteren Angaben zufolge das B+V Labor gemeinsam mit dem LADR Laborzentrum Paderborn (Dres. Kramer und Kuhlencord) auf zwei Etagen im Verwaltungsgebäude des Brüderkrankenhauses an der Husener Straße untergebracht. „Doch die Fläche reicht nicht mehr aus, um dringend erforderliche neue Geräte anzuschaffen und die steigende Anzahl an Laboranforderungen abarbeiten zu können“, heißt es in der Pressemitteilung der Klinik weiter.

B+V Labor vergrößert Fläche auf 2000 Quadratmeter

In dem neuen Gebäude mieten demnach B+V Labor und LADR die 1. und 2. Etage und können damit auf 2000 Quadratmetern ihre Fläche mehr als verdoppeln.

Außerdem werde in das Haus C die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP), die Sterilgutversorgungsanlage, einziehen. Auch hier machen „Brüder“ und St. Vincenz nun gemeinsame Sache und weiten ihre bereits für das Labor bestehende Kooperation auf den Bereich der Medizinprodukteaufbereitung aus.

Am Brüderkrankenhaus ist der „Steri“ bisher in unmittelbarer Nähe der OP-Säle untergebracht. „Doch diese Räumlichkeiten werden den technischen, hygienischen und behördlichen Anforderungen auf Dauer nicht mehr Stand halten und bieten schon jetzt nicht mehr ausreichend Platz für die steigende Anzahl an aufzubereitenden OP-Bestecken und anderen Produkten“, heißt es weiter.

Vor denselben Herausforderungen stand auch die St. Vincenz-Krankenhaus GmbH. „So lag es nahe, dass wir nun auch die Aufbereitung der Medizinprodukte gemeinsam angehen“, so Siegfried Rörig, Kaufmännischer Direktor des Brüderkrankenhauses St. Josef Paderborn. „Das B+V Labor ist eine Erfolgsstory gelebter Kooperation zwischen Brüdern und Vincentinern,“ bestätigt Jürgen Thau, kaufmännischer Geschäftsführer der St. Vincenz-Kliniken.

Sterilgut wird direkt zum OP-Aufzug transportiert

Die neue AufbereitungsanIage wird im Erdgeschoss des Neubaus auf 1200 Quadratmetern untergebracht sein. Zu Stoßzeiten werden dort nach Klinikangaben 30 Personen gleichzeitig arbeiten. Der Transport des Sterilguts in das benachbarte Brüderkrankenhaus erfolge über einen Elektroschlepper direkt zum OP-Aufzug des Krankenhauses. „Alle anderen Einrichtungen werden per LKW beliefert, wobei das Be- und Entladen über witterungsunabhängige Überladebrücken erfolgt. Jährlich werden rund 75000 sterile Einheiten für die fünf Krankenhäuser in dem Neubau aufbereitet“, blickt das Brüderkrankenhaus in die Zukunft.

Auch das ebenfalls zurzeit noch im Verwaltungsgebäude des Brüderkrankenhauses untergebrachte Institut für Pathologie der Ärzte Voss, Bürger und Kersting braucht mehr Platz und wird nach Fertigstellung als Mieter auf 800 Quadratmeter im 3. Obergeschoss umziehen.

Die Vorarbeiten für Haus C sind bereits abgeschlossen. In den Sommermonaten entsteht nun der Rohbau samt Keller und vier Obergeschossen. 16,6 Millionen Euro investiert das Brüderkrankenhaus nach eigenen Angaben in den mit modernster Technik ausgestatteten Bau. Der Rohbau soll im Mai 2023 fertig werden, erste Mieter können dann nach Fertigstellung im 1. Quartal 2024 umziehen.

Auch die andere Großbaustelle des Brüderkrankenhauses, der Neubau der Schule für Pflege und Gesundheit an der Lise-Meitner-Straße, komme gut voran. Für Ende August sei das Richtfest geplant.

Für die Nutzung der freiwerdenden Bereiche des Verwaltungs- und Schulgebäudes an der Husener Straße werde zurzeit ein Raumkonzept erarbeitet. „Platzbedarf gibt es in allen Abteilungen“, heißt es aus dem Brüderkrankenhaus.

Startseite
ANZEIGE