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Juwelier-Überfall: Landgericht Paderborn verhandelt gegen 37 und 32 Jahre alte Frauen aus Hameln

Brutale Attacke an der Königstraße

Paderborn

Schwere Raubtaten schreibt man meist „schweren Jungs“ zu. Diesmal sitzen auf der Anklagebank zwei Frauen. Eine von ihnen soll in Paderborn einen Juwelier überfallen ­haben, die andere der Kopf hinter der Tat sein. Und es war ein Verbrechen, das in seiner Skrupellosigkeit den Vergleich zu drastischer Effekthascherei im TV-Krimi nicht scheuen muss.

Ulrich Pfaff

Die angeklagte 32-Jährige mit ihrem Verteidiger Franz Zacharias. Sie soll im Geschäft gewesen sein. Foto: Ulrich Pfaff

Zwei zierliche Frauen mit langen Haaren, die jüngere 32 Jahre alt, die ältere 37. Beide haben je drei Kinder und leben mit ihren Familien in Hameln. Ihr bislang letzter Aufenthalt in Paderborn in der Sache, um die es geht, ist am Montag auf der Anklagebank im großen Saal des Landgerichts. Der davor – sieht man von der Vorführung vor dem Haftrichter ab – dürfte am 22. September vergangenen Jahres gewesen sein, als das Juweliergeschäft an der Königstraße überfallen wurde. Die 37-Jährige, das stellt die Staatsanwaltschaft in der Anklage fest, soll die Tat vorbereitet haben – inklusive des Auskundschaftens des Tatorts, so dass sie auf Fotos für ihre Mittäter genau festhalten konnte, wie die Räume des Geschäfts aussehen und diesen Anweisungen geben konnte. Die Jüngere hatte die Aufgabe, mit einem Mann, auch aus Hameln, den Raub auszuführen – per Bluetooth telefonisch verbunden mit der 37-Jährigen, die das Geschehen aus der Entfernung dirigiert haben soll.

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