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Fraktion stellt Anfrage zur Lkw-Belastung

CDU fordert: „Abkürzungsverkehre in Mastbruch sofort unterbinden“

Paderborn

Nach zahlreichen erneuten Beschwerden und Anfragen aus der Bevölkerung wegen der Lkw-Abkürzungsverkehre durch Mastbruch bringt die CDU-Ratsfraktion die Thematik auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Bezirksausschusses Schloß Neuhaus-Sande Mitte Oktober.

Viele Anwohner der Mastbruchstraße ächzen unter zunehmenden Verkehrsproblemen, insbesondere der Belastung durch Lkw. Viele sorgen sich um die Sicherheit besonders von Kindern, die beispielsweise zu den Kitas Fasanenweg und St. Joseph sowie zur Grundschule Josef unterwegs sind. Foto: Open Street Map

In der Begründung der Anfrage erinnert der Fraktionsvorsitzende und örtliche Ratsherr Markus Mertens daran, dass die CDU die Verwaltung schon mehrfach zum Handeln aufgefordert habe. „Zuletzt vor einem knappen Jahr.“ Seinerzeit seien die Belastungen vor allem auf Husarenstraße, Mastbruchstraße, Dubelohstraße und Thuner Weg von der Verwaltung ermittelt und anerkannt worden. Mögliche Lösungen sollten aber erst mit dem für Schloß Neuhaus zu entwickelnden IMOK vorgeschlagen werden. Daher sei der damalige CDU-Antrag „ruhend gestellt“ worden. „Das können wir inzwischen aber nicht mehr akzeptieren. Das dauert zu lange“, so Mertens.

Als Bewohnerin von Mastbruch kennt die Vorsitzende des Bezirksausschusses Schloß Neuhaus-Sande, Susanne Meiche, die Problematik genau. „Viele Lkw-Fahrer nutzen den genannten Bereich als Abkürzung von der Ausfahrt der B1neu am Diebesweg bis zur Auffahrt der A33 in Sennelager oder auch darüber hinaus. Selbstverständlich auch in entgegengesetzter Richtung. Im Gegensatz zu den Lkw-Verkehren im Ortskern, bei denen es sich überwiegend um Ziel- und Quellverkehr handelt, geht es hier fast gänzlich um reinen Zeitgewinn in Bereichen, in denen viele Menschen leben. Und das auf Strecken, die allein schon durch die Pkw-Belastungen am Limit sind und keine weiteren Verkehrszunahmen vertragen“, meint Meiche und ergänzt: „Wir halten ein Handeln der Verwaltung jetzt unverzüglich für dringend geboten, weil die Belastungen – nicht nur im Mastbruch, sondern in der Folge auch in Sennelager – ganz offensichtlich stetig zunehmen.“

Ratsfrau Susanne Meiche, zugleich auch Vorsitzende des Bezirksausschusses Schloß Neuhaus/Sande, und der Paderborner Fraktionsvorsitzende Markus Mertens (beide CDU) wollen den massiven Lkw-Verkehr an der Mastbruchstraße eindämmen.  Foto: WV-Archiv

Als Negativbeispiel und besonders „schwarzes Schaf“ bezeichneten die Christdemokraten eine Spedition, die gefühlt mehrfach pro Stunde mit schweren Lkw durch Mastbruch rolle. „Diese Lkw fahren immer bis Hövelhof und dann Richtung Verl. Die sind gefährlich und haben in Mastbruch und Sennelager nichts zu suchen“, fordert Markus Mertens.

Es sei deswegen unter anderem die Frage zu beantworten, wie der Abkürzungsverkehr schon ab dem Diebesweg, selbstverständlich auch in umgekehrter Richtung, unterbunden und über die A33 zu leiten sei. Vor diesem Hintergrund stellt die CDU die Frage, welche Optionen die Verwaltung zum zeitnahen Durchgriff sieht. „Warten auf mögliche IMOK-Maßnahmen schien zunächst verständlich, ist inzwischen aber unzumutbar“, sagt Susanne Meiche, die kurzfristiges Handeln der Stadtverwaltung als zwingend erforderlich erachtet.

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