Weihbischof Matthias König spendet 16 Erwachsenen das Firmsakrament im Paderborner Dom

Christlichen Glauben sichtbar machen

Paderborn

16 jüngere und ältere Erwachsene aus dem Erzbistum Paderborn haben im Dom von Weihbischof Matthias König das Sakrament der Firmung erhalten. Insbesondere aus dem Hochstift, aber auch aus dem Raum Bielefeld hatten sich die erwachsenen Firmlinge im Alter zwischen 16 und 55 Jahren auf den Weg gemacht, um das Sakrament der Firmung zu empfangen.

16 jüngere und ältere Erwachsene empfingen im Hohen Dom zu Paderborn das Firmsakrament. Im Anschluss an den Gottesdienst versammelten sie sich mit Weihbischof Matthias König auf den Stufen zum Altarraum des Domes für ein Erinnerungsfoto. Foto: Thomas Throenle

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten nur maximal drei Angehörige sowie ihre Firmpaten, darunter auch Seelsorger und Katecheten, die sie auf den Empfang des Sakramentes vorbereitet hatten, die Firmlinge begleiten.

Zu den Gefirmten gehören beispielsweise Christen, die den christlichen Glauben angenommen haben und erst vor kurzem getauft wurden, ebenso wie Christen, die als Kind getauft wurden und den Glauben jetzt wieder leben und dazu auch das Firmsakrament empfangen wollen. Neun der erwachsenen Firmlinge waren Mitglieder der Italienischen Katholischen Mission Paderborn.

Weihbischof Matthias König

Es sei wichtig, Menschen zu erleben, die von Gott Zeugnis geben, die mit ihrem Leben bezeugen, dass Gott und der Glaube an ihn für sie bedeutsam sei, sagte Weihbischof Matthias König im Gottesdienst. „Gottes Geist tröstet, stärkt und ermutigt.“ Der christliche Glaube wolle sichtbar und erfahrbar werden durch gelebte Nächstenliebe und einen guten Zusammenhalt in der Gemeinschaft, führte Weihbischof König weiter aus.

Nach dem Taufbekenntnis traten die erwachsenen Firmlinge gemeinsam mit ihrem Firmpaten jeweils vor den Stufen zum Altarraum vor den Weihbischof, der ihnen das Sakrament spendete: Weihbischof König zeichnete jedem Firmling mit einem in Chrisam getauchten Wattepad ein Kreuz auf die Stirn und sprach die Spendeformel.

Hawaraa Al Jadiri

Hawaraa Al Jadiri aus Schieder-Schwalenberg ist der Empfang des Firmsakramentes wichtig, da dieses Sakrament sie in ihrem Glauben stärke. „Ich möchte, dass Gott mich in meinem Leben immer begleitet“, sagt die 33-Jährige. Durch die Firmung die „Gaben des Geistes“ zu empfangen und sie im Leben fruchtbar zu machen, ist Sven Antonio Brouwers aus Paderborn wichtig. „Der Heilige Geist schenkt die Gaben des Mutes, der Kraft und der Hoffnung. Diese sind im Leben wichtig.“

Pfarrer i. R. Johannes Sprenger aus Bad Wünnenberg hat schon zahlreiche Menschen auf den Empfang des Firmsakramentes vorbereitet, Menschen mit einem Migrationshintergrund, aber auch Einheimische. Ihm ist es ein Anliegen, dass die Menschen, die er auf die Firmung vorbereitet, aus ihrem Alltag herauskommen, um mit dem Glauben und mit Gott vertieft in Kontakt zu kommen. „Sie werden durch die Firmung durch Gottes Geist gestärkt.“ Er sei dankbar, die Firmlinge in ihrem Leben wahrzunehmen und zu begleiten. „Der priesterliche Dienst der Verkündigung wird dabei immer wieder geerdet“, sagt der Seelsorger und betont zugleich seinen Wunsch, die Firmlinge im Gebet weiter zu begleiten.

Zweimal im Jahr lädt das Erzbistum Paderborn erwachsene katholische Christen, die sich firmen lassen möchten, zu einer eigenen Firmfeier für Erwachsene ein. Im Frühjahr findet die Firmung nach Pfingsten in Paderborn im Hohen Dom statt, im Winter am Beginn der Adventszeit in Werl. Die nächste Erwachsenenfirmung wird am 29. November 2021 in der Propsteikirche St. Walburga in Werl gefeiert.

Hintergrund: Firmung

In der Firmung wird das, was in der Taufe eines Menschen grundgelegt wurde, vollendet und bekräftigt. Die Firmung gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Eingliederungssakramenten. Durch die Firmung wird der Einzelne gestärkt und beauftragt zu einem bewussten Leben als Christ in der Nachfolge Jesu. Spender des Firmsakramentes ist in der Regel der Erzbischof oder einer seiner Weihbischöfe. Die Spendung des Sakramentes erfolgt durch Handauflegung und Salbung der Stirn des Firmkandidaten mit Chrisam.

Der Firmling wird durch einen Firmpaten begleitet. Das Mindestalter für den Empfang des Firmsakramentes liegt in Deutschland bei zwölf Jahren. Während der Vorbereitung auf den Empfang des Firmsakramentes, die sich oft über mehrere Monate erstreckt, helfen Firmbegleiter den Firmbewerbern, ihren Glauben zu vertiefen und die Bedeutung des Firmsakramentes kennen zu lernen.

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