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Die Corona-Lage im Kreis Paderborn: Inzidenz am Mittwoch ohne Aussagekraft 

72-jähriger Mann aus Paderborn verstorben

Paderborn

Die Zahl der Todesfälle seit Pandemiebeginn ist im Kreis Paderborn auf 192 gestiegen:  Ein 72-jähriger Mann aus Paderborn ist in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Das hat der Kreis in seinem Lagebericht am Mittwoch mitgeteilt. 

Von Elmar Neumann

Symbolbild. Foto: dpa

Der Inzidenzwert für den Kreis Paderborn ist von Dienstag auf Mittwoch erheblich gesunken und liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 733,9 (-230,3).  Allerdings sind am Dienstag keine Fälle aus Paderborn beim Landeszentrum Gesundheit (LZG) in die Statistik eingeflossen, so dass der Wert keine Aussagekraft hat. „In der vom Landeszentrum Gesundheit NRW und dem Robert Koch-Institut ausgewiesenen Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Paderborn sind viele Fälle aufgrund eines technischen Übertragungsfehlers noch nicht erfasst. Der Fehler ist behoben, die Fälle sind bereits nachgemeldet, so dass die Inzidenz ab morgen, Donnerstag, wieder das reale Infektionsgeschehen vor Ort widerspiegeln dürfte", vermeldet der Kreis.

67 Corona-Erkrankte mit Wohnsitz im Kreis Paderborn werden laut Kreisverwaltung zufolge derzeit in hiesigen Krankenhäusern behandelt, 21 von ihnen intensivmedizinisch (Dienstag: 69/22). Das DIVI-Intensivregister gibt für den Kreis Paderborn an, dass 63 von 75 Intensivbetten belegt sind (Stand: 9.2., 17.30 Uhr, stündliche Aktualisierung, Erwachsenen-Intensivstationen). 192 Menschen sind seit Pandemie-Beginn in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. 

Keine Fallzahlen der Städte und Gemeinden

Inzidenzwerte

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am 9. Februar bei 1483,9 (Vortag: 1485,0) und in Deutschland bei 1450,8 (1441,0). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 1492,3 (1627,9) – Hochsauerlandkreis 2620,2 (2657,2) – Höxter 1385,5 (1333,3) – Lippe 1159,8 (1218,5) – Soest 1296,9 (1256,1).

Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.

Impfungen

Sowohl in der Impfstelle des Kreises Paderborn (Sälzerhalle in Salzkotten) als auch bei den mobilen Impfaktionen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz ist eine FFP2-Maske zu tragen.

Mobile Impfaktionen:

- Freitag, 11. Februar, 15-20 Uhr, Stadthalle Büren, Fürstenberger Straße 1a, Büren

- Samstag, 12. Februar, 11-17 Uhr: Bürgerhaus Elsen, Bohlenweg 27, Paderborn

mit Termin: kreis-paderborn.de/impfen; angeboten werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen für alle ab 12 Jahren; es besteht freie Impfstoffwahl

Erwachsenen- und Kinderimpfungen in der Impfstelle des Kreises Paderborn werden in der Sälzerhalle in Salzkotten in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz angeboten (Impfen mit und ohne Termin).

Geimpft wird montags bis mittwochs von 9 bis 17 Uhr und donnerstags und freitags von 12 bis 20 Uhr. Mitzubringen sind zu den Impfterminen ein amtliches Ausweisdokument, zum Beispiel der Personalausweis, die Krankenversicherungskarte und der Impfpass (soweit vorhanden) und die Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten bei den Kinderimpfungen. Ein Mustervordruck steht unter kreis-paderborn.de/impfen bereit.

Details zu Impfstoffen u.a. auf der Website des Kreises: kreis-paderborn.de/impfen

Hintergrund

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Infotelefon des Paderborner Kreisgesundheitsamts ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu COVID-19, zu den aktuellen Quarantäne- und Isolationsregeln sowie rund um das Thema Impfen gegen das Coronavirus.
www.kreis-paderborn.de/corona
www.kreis-paderborn.de/impfen
www.kreis-paderborn.de/schnelltest

Patienten mit Verdacht auf Corona können sich außerhalb der Öffnungszeiten der Hausarztpraxen an den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung, Telefon 116117 wenden. In Notfällen wie  Atemnot oder starke Schmerzen im Herzbereich oder Brust sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung, und hier das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona (Coronaschutzverordnung in der ab dem 9. Februar gültigen Fassung).

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Da die offizielle Corona-Inzidenz des RKI für den Kreis Paderborn nicht mehr das Infektionsgeschehen abbildete, wurde Ende Januar das Meldeverfahren des Kreises ans LZG verändert. „Bei dem derzeitigen Infektionsgeschehen schaffen wir es nicht mehr, alle Fälle mit Meldebogen an das LZG zu übermitteln. Wir haben uns deshalb darauf verständigt, erst einmal nur die Fallzahlen zu senden, und die Meldebögen im Nachgang nachzureichen“, sagte die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Constanze Kuhnert, am 27. Januar. Vom LZG gehen die Fälle ans RKI. Das Paderborner Kreisgesundheitsamt konzentriere sich "angesichts der derzeit explodierenden Zahlen auf seine originäre Aufgabe, die Eindämmung des Pandemiegeschehens", hieß es im  Lagebericht des Kreises vom 3. Februar. Nach der Veränderung des Meldeverfahrens stieg die Inzidenz stark an und bildete das Infektionsgeschehen laut Kreis wieder ab.

Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) NRW führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.“

Das Robert-Koch-Institut (RKI) dazu: "Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden.  Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt." Der genaue Infektionszeitpunkt der gemeldeten Fälle kann in aller Regel nicht ermittelt werden. Das Meldedatum an das Gesundheitsamt spiegelt daher am besten den Zeitpunkt der Feststellung der Infektion (Diagnosedatum) und damit das aktuelle Infektionsgeschehen wider. Durch den Meldeverzug sind die Daten die letzten Tage in der Grafik noch unvollständig und füllen sich mit den in den kommenden Tagen nachfolgend übermittelten Daten auf.

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