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Tausende Besucher kommen zum 17. Fahrradtag am Schloss Neuhaus

Das Zweirad wird zum Statussymbol

Paderborn-Schloß Neuhaus (WB). Egal ob auf dem E-Bike, dem Rennrad oder dem Tripad – Fahrradfahren wird in Paderborn ein immer größeres Thema. Davon haben sich am Sonntag tausende Besucher im Neuhäuser Schlosspark beim 17. Fahrradtag überzeugt.

Louis Ruthe

Künstler Hironimus unterhielt die Besucher mit Zauberei, Jonglage, Comedy sowie Hochrad- und Feuerartistik. Neben Show boten zahlreiche Radhändler die neusten Modelle an. Auch die Touristikbranche war stark vertreten. Fotos: Louis Ruthe Foto:

»Das Angebot an Radtouren hat in den vergangenen Jahren im Kreis Paderborn stark zugenommen«, sagt Anja Veith, stellvertretende Geschäftsführerin der Touristikzentrale Paderborn. 15 Touren bietet die Touristikzentrale allein im Kreis Paderborn an. »Zudem haben wir hier im Kreis die einzige Tour in OWL, welche vom ADFC zertifiziert wurde«, berichtet Anja Veith. Die »Paderborner Landtour« werde alle drei Jahre vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) geprüft und neu zertifiziert.

»Das Rad wird immer mehr zum Statussymbol der Bürger«, sagt Anja Veith. Dies bestätigt auch Zweiradhändler Klaus Diermann: »Unsere Kunden nehmen viel mehr Geld für ein Rad in die Hand«. Dabei werde sehr viel wert auf die Funktionalität und Technik des neuen Fahrrads gelegt. »Ein integriertes Navi, welches sich mit dem Handy verbinden kann, sind dabei nur kleine Spielereien«, sagt Klaus Diermann. Viel mehr lägen die Paderborner Radfahrer Wert auf die Beleuchtung, auf Hydraulik- oder Öl-Scheiben-Bremsen sowie eine gute Federung, aber auch die Optik werde von Rad zu Rad immer individueller.

Insgesamt 16 Fahrradhändler aus Paderborn und der Region nutzten den großen Besucherandrang, um neue Modelle und Zubehör vorzustellen. Ein Trend scheint unaufhaltsam zu sein: das Elektro-Fahrrad. »Wir haben alleine an E-Bikes 500 verschiedene Modelle im Angebot«, berichtet Klaus Diermann. Der Verkauf von Fahrrädern ohne elektrischen Antrieb sei in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen. »Das ursprüngliche Fahrrad scheint bald nur noch was für Liebhaber zu sein«, scherzt Diermann.

Für Liebhaber historischer Räder gab es am Sonntag auch etwas zu gucken: Etwa 30 Radler fuhren gemeinsam eine Tour auf historischen Tripad-Rädern nach Schloß Neuhaus. Tripad ist eine Fahrradmarke, die früher in Paderborn produziert wurde. Die Räder dienten oftmals als Polizei-Räder.

Veranstaltet wurde der Fahrradtag vom Paderborner Verkehrsverein und der Schlosspark- und Lippeseegesellschaft. Die Besucher bekamen zahlreiche Informationen und Aktionen rund um das Thema Fahrrad geboten. Insgesamt war der Tag erneut eine Mischung aus Informations- und Verkaufsveranstaltung. 60 Stände waren in der Parkanlage aufgestellt worden.

Auch für die kleinen Gäste war für reichlich Unterhaltung gesorgt. Künstler Hironimus unterhielt die Kinder mit Zauberei, Jonglage, Comedy sowie Hochrad- und Feuerartistik.

Auftakt zum Stadtradeln – jetzt noch schnell anmelden!

Das Klima schützen, Kalorien verbrennen und mit etwas Glück ein neues E-Bike gewinnen – dafür muss man nichts tun, außer sich drei Wochen lang so oft wie möglich aufs Rad zu setzen. Mit dem Fahrradtag am Sonntag fiel nämlich auch der Startschuss zur Aktion Stadtradeln. Wer noch mitmachen möchte, sollte sich unter www.stadtradeln.de/paderborn anmelden, ein eigenes Team gründen oder als Einzelfahrer dem offenen Team beitreten. Teilnehmen können alle, die in Paderborn wohnen, arbeiten oder einem Verein angehören. Bis zum 16. Juni sollte dann so viel wie möglich geradelt werden, denn die geradelten Kilometer erhöhen nicht nur die Gewinnchancen, sondern helfen der gesamten Stadt, möglichst viel Kohlenstoffdioxid einzusparen und somit im Städteranking weit nach oben zu kommen. Die Erfassung der gefahrenen Kilometer funktioniert über die Stadtradel-App, die man kostenlos auf das Smartphone laden oder online eintragen kann (www.stadtradeln.de/paderborn). Auskunft unter Tel. 05251/882339 (Arne Schubert).

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