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Schausteller machen sich Sorgen: Wie geht es mit dem Weihnachtsmarkt weiter?

Die Maske soll in der Paderborner City Pflicht werden

Paderborn

Die Stadt Paderborn prüft die Einführung der Maskenpflicht in der Innenstadt. Das bestätigte Pressesprecher Jens Reinhardt am Montag auf WV-Anfrage. Nach Informationen dieser Zeitung könnte die Pflicht schon von diesem Mittwoch an greifen. Aber auch andere Maßnahmen sind nun nicht mehr ausgeschlossen.

Von Ingo Schmitz

Das Tragen der Maske auf dem Weihnachtsmarkt und in der City wird empfohlen. Sie könnte nun Pflicht werden. Foto: Jörn Hannemann

Entschieden ist noch nichts, aber: Die Fortführung des Paderborner Weihnachtsmarktes steht offenbar auf der Kippe. Dem Vernehmen nach wird damit gerechnet, dass vielleicht schon am Wochenende das vorzeitige Finale eingeläutet werden könnte. Offenbar wird erwartet, dass das Land NRW in Kürze entsprechende Vorgaben macht.

Das vergangene 1. Adventswochenende hatten zahlreiche Menschen genutzt, um ihre Weihnachtseinkäufe im Oberzentrum Paderborn zu erledigen. Und obwohl nicht immer der notwendige Abstand in der City eingehalten werden konnte, trugen nur wenige Passanten freiwillig eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Das Bild in der Innenstadt könnte sich schon sehr zeitnah ändern, denn in der Stadtverwaltung laufen bereits intensive Überlegungen, angesichts des dramatischen Infektionsgeschehens die Maskenpflicht wieder einzuführen.

Auch die Beschicker des Weihnachtsmarktes schauen mit Sorge auf die Entwicklung der Pandemie. Sie fürchten, dass der Markt vorzeitig von der Politik geschlossen wird, obwohl der Markt aus ihrer Sicht kein Pandemietreiber ist. Schausteller-Chef Hans-Otto Bröckling verweist auf die Allerheiligenkirmes in Soest, die Anfang November ebenfalls unter freiem Himmel stattgefunden habe. Die Kirmes habe nicht zu einem dramatischen Anstieg der Infektionszahlen geführt, berichtet er. Und in der Tat: Die Infektionszahlen im Nachbarkreis (Inzidenz 183,4) sind deutlich niedriger als bei uns.

Auch eine Verschärfung der Coronaauflagen für den Weihnachtsmarkt von 2G auf 2G+ (genesen/geimpft plus Test) sieht Bröckling kritisch. „Wir haben jetzt einen Umsatzverlust von 25 Prozent, mit dem wir leben können. Bei 2G+ sind wir bei 50 Prozent. Dann ist das Ganze für uns nicht mehr wirtschaftlich.“

Am Wochenende hatte ein Wachschutzunternehmen zahlreiche Besucher des Weihnachtsmarktes bezüglich der Einhaltung der 2G-Regel kontrolliert. Wie Pressesprecher Jens Reinhardt am Montag mitteilte, sind am Freitag 2315 und am Samstag 2957 Personen kontrolliert worden.

Mehr als 98 Prozent der kontrollierten Personen waren demnach geimpft, 0,4 bis ein Prozent genesen und 0,7 bis 1,3 Prozent waren ohne Nachweis angetroffen worden. „Diese Personen wurden aufgefordert, den Weihnachtsmarkt zu verlassen“, sagte Reinhardt. Die Zahlen für Sonntag lagen noch nicht vor.

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