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Neue Online-Plattform „Paderpedia“ geht an den Start

Die Pader hat ihr eigenes Nachschlagewerk

Paderborn (WB/itz)

Unter www.paderpedia.de hat die Pader ab sofort ihre eigene Online-Datenbank. Der Name Paderpedia wurde in Anlehnung an das Online-Lexikon Wikipedia gewählt. Ebenso wie dort sollen auch bei diesem Projekt die Bürger die Möglichkeit bekommen, das digitale Nachschlagewerk mit Informationen und Fotos zu „füttern“.

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„Schlachthauskanal“: Diese Fotografie der Pader entstand in den 1930er Jahren. Foto: Stadt- und Kreisarchiv

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung wurde die Datenbank, die bereits im Netz freigeschaltet ist, von Professor Dr. Michael Ströhmer und Benedikt Heitmar von der Uni Paderborn vorgestellt. Die Internetadresse muss allerdings (wie oben) eingegeben werden. Über die Suchmaschine Google ist die Datenbank noch nicht zu finden.

Schon jetzt begeistert der digitale Wissensspeicher mit etlichen Beiträgen und vielen historischen sowie aktuellen Fotos. Faszinierend ist auch die Kartenanwendung: So kann man sich zum Beispiel die erste, exakt vermessene Landkarte aus dem Jahr 1837 anzeigen lassen, in der der Verlauf Pader genau eingezeichnet ist. Anschließend besteht die Möglichkeit, Karten aus späteren Jahrzehnten übereinander zu legen. Dadurch kann man erkennen, wie sich der Fluss im Laufe der Geschichte bis heute innerhalb des Stadtbildes verändert hat.

Auf Paderpedia finden Bürger alles rund um die Wassergeschichte von Paderborn und Schloss Neuhaus. Die Besonderheit an „Paderpedia“ besteht darin, dass es als digitaler Ausgangspunkt für eine intensivere Beschäftigung mit der Geschichte und der Ökologie der Pader dienen soll. Und: Es ist ein Angebot für alle Generationen. Auch Schulmaterialien können hier abgerufen werden. Das Bildmaterial darf, so Professor Dr. Ströhmer, herunter geladen und ausdrücklich weiter verwendet werden. Auch Videos sind enthalten, die Optik ist sehr ansprechend. Und: Alles ist miteinander verknüpft, so dass man stets zum nächsten Themengebiet gelangt, ohne lange suchen zu müssen, berichtet Projektbetreuer Benedikt Heitmar.

Zudem besteht die Möglichkeit, sich bestimmte Perspektiven des Paderborner Stadtbildes inklusive der Gebäude direkt auf den Bildschirm zu holen. So werden unter anderem Häuser sichtbar, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden.

Für alle, die sich für die Pader begeistern

Das Angebot sei nicht nur für Berufshistoriker oder Biologen interessant, sondern für alle, die sich für die Pader begeistern. „Paderpedia ist kein nach Außen abgeschlossenes Wissenschaftsprojekt, sondern bittet um eine aktive Mitarbeit von kundigen Menschen in unserer Stadt und darüber hinaus“, erläutert Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete der Stadt Paderborn.

Ziel sei es, das Wissen über die Pader möglichst umfassend für die Nachwelt zu bewahren. „Im Zuge des Bewerbungsverfahren um das Europäische Kulturerbesiegel mit der Urbanen Wasserlandschaft Paderborn wollen wir Paderpedia als ein digitales Kommunikationsinstrument zwischen der Verwaltung und Universität einerseits sowie der Stadtbevölkerung und einem internationalen Adressatenkreis andererseits weiter ausbauen“, sagt Warnecke.

Ende 2019 entstand in gemeinsamer Abstimmung zwischen der Universität und der Stadt die Idee, die bisher recherchierte Literatur und Quellen in einer digitalen Datenbank zusammenzuführen. Bereits seit 2012 arbeiten Mitglieder des Historischen Instituts der Universität Paderborn in Kooperation mit der Stadt Paderborn an der wissenschaftlichen Aufarbeitung historischer Materialien zum Thema „Flusslandschaft Pader“.

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