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Libori-Funk-Projekt: Antennentest auf dem Haxterberg verläuft erfolgreich

»Die Qualität ist optimal«

Paderborn (WB). Mit der Errichtung einer Relaisstation auf dem Haxterberg, unmittelbar neben der bereits im Dezember installierten CB-Funkstelle, haben der Paderborner Xaver Lühnen und sein insgesamt achtköpfiges Team das Libori-Funk-Projekt weiter vorangetrieben. Der selbstgebaute Repeater soll dabei helfen, die Funksignale aus der Stadt in das gesamte Hochstift zu übertragen.

Lotte Knappmann und Bastian Puls

Klaus Growe, Xaver Lühnen, Ludwig Wischer, Wilfried Schwabe und Peter Klein (von links) freuen sich über die einwandfreie Funktionalität der Antennen, die sie für Libori neben der öffentlichen CB-Funkstelle am Café »Wolke 7« testen. Foto: Lotte Knappmann

Zufrieden zeigen sich die Hobby-Techniker mit dem Ton der Übertragung: »Die Qualität ist optimal«, freut sich Lühnen. Bei gutem Wetter erreichen die Signale eine Weite von bis zu 50 Kilometern. Weit genug, um möglichst viele Leute mit dem aktuellen Projekt zu erreichen. Weitere Regeneratoren möchte er unter anderem noch in Warburg, Bielefeld und Schloß Neuhaus errichten.

»Die Nutzung der Geräte, die in den 1970er Jahren unsere sozialen Netzwerke darstellten, möchte ich dieses Jahr auf Libori wieder populär machen und dort etwas Neues schaffen«, erklärt der Elektronik-Dozent. Insgesamt drei Funkstellen mit Antennen sollen während des Festes auf dem Gelände zum Einsatz kommen. Damit diese mobiler sind, haben die Bastler sie in umgedrehte Wäschespinnen geschraubt. Neben einer zentralen Stelle am Marktplatz plant Lühnen, die Geräte auch an Krankenhäusern und Altersheimen zu platzieren: »So können zumindest akustisch möglichst viele an Libori teilnehmen.« Da die Zahl der Besitzer eines CB-Funkgerätes heutzutage relativ gering ist, lässt sich alternativ über die kostenfreien App »CB TALK« funken. Der Kanal »Libori-Funk-Projekt« bezieht auf diese Art auch moderne Technik mit in das Projekt ein. Im regulären CB-Funk laufen die Signale über den Kanal 39.

»Ich möchte, dass das Projekt Leuten, die von Libori noch nichts wissen, einen Anlass gibt, die Kirmes zu besuchen. Außerdem können die Besucher schon während der Hinfahrt etwas vom Geschehen mitbekommen und zum Beispiel von anderen hilfsbereiten Funkern Informationen über freie Parkplätze und Staus erhalten«, erläutert Lühnen einen praktischen Aspekt.

Der 66-jährige sei berührt von der Eigendynamik, die das Projekt auslöst, und ist weiterhin offen für alles. Für das Projekt ist er außerdem ständig auf der Suche nach weiteren Technikern, sogenannten »Machern«: »Sie sollen Spaß am Basteln haben und sowohl Zeit als auch Initiative mitbringen, das Libori-Funk-Projekt voranzutreiben.« Interessenten wenden sich per E-Mail an kontakt@cb-funk-projekt.de.

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