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Juwelier-Überfall in Paderborn: Frauen aus Hameln gestehen Beteiligung an brutaler Tat

„Die wollten mich kaputt machen“

Paderborn

Sieben Minuten im Leben eines Juweliers können unendlich lange dauern. Dann, wenn es sieben Minuten Kampf sind gegen zwei Menschen, die mit äußerster Gewalt vorgehen. „Die wollten mich kaputt machen“, sagt der 65-Jährige vor Gericht. „Die“, das sind eine junge Frau aus Hameln, die auf der Anklagebank sitzt, und ein Mann, dessen Namen die Behörden kennen, aber nicht wissen, wo er steckt. Das Duo soll am 22. September vergangenen Jahres das Schmuckgeschäft des 65-Jährigen in Paderborn ausgeraubt haben.

Ulrich Pfaff

Das Land- und Amtsgericht in Paderborn. Foto: Jörn Hannemann

Es ist der zweite Tag im Prozess gegen zwei Frauen aus Hameln. Die ältere der beiden, 37 Jahre alt, vor der Untersuchungshaft selbstständig, soll den Überfall geplant und während der Tat aus der Entfernung per Telefon dirigiert haben. Die jüngere, 32 Jahre alt, Familienmutter und Bäckerei-Verkäuferin, war im Geschäft, zusammen mit dem Mann, über den sie allenfalls unter Ausschluss der Öffentlichkeit berichten möchte – worauf das Schwurgericht zunächst verzichtet, weil beide Frauen bereit sind, ein Geständnis abzulegen. Zwischen sechseinhalb und sieben Jahren Haft blüht beiden, denn hier geht es um gemeinschaftlich begangenen schweren Raub. Und der war auch noch denkbar brutal.

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