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Gemüse-Giganten erobern das Gartenschaugelände in Bad Lippspringe

Dinosaurier aus 40.000 Kürbissen

Bad Lippspringe (WB). Beim Kürbisfestival auf dem Gartenschaugelände in Bad Lippspringe werden die Möglichkeiten, die ein Kürbis bietet, in aller Form ausgeschöpft. Denn dort sind bis zu 40.000 Kürbisse mit 250 unterschiedlichen Arten in Ausstellungen oder in Form von insgesamt zehn Dinosaurierskulpturen zu sehen. Die Ausstellung ist von Sonntag, 13. September, bis einschließlich Samstag, 31. Oktober, geöffnet. Am letzten Tag sollen alle Kürbisse an die Besucher verschenkt werden.

Rebecca Borde

Die Dinos sind los auf dem Gartenschaugelände in Bad Lippspringe. Aus 40.000 Kürbissen sind zehn Dinosaurierskulpturen entstanden. Ein tolles Fotomotiv, findet nicht nur Sabrina Düsenberg, die hier vor einem Kürbis-Triceratops posiert. Foto: Jörn Hannemann

Besonders beeindruckend ist hier der Diplodocus mit Jungtier, der aus rund 5000 Kürbissen besteht und damit die größte Skulptur der Ausstellung ist. Farblich orientiert sich der Dino an der Zeichentrickserie „In einem Land vor unserer Zeit“. Daher wurden für die Skulpturen grüne Hokkaido-Kürbisse verwendet. Ebenfalls exotisch ist die aus Japan stammende blaue Sorte Shockichi-Shiro, die für den Parasaurolophus verwendet wurde. Doch wie alle anderen Kürbisse, die zu sehen sind, auch wurde die importierte Saat in der Region angebaut. Zuständig waren der Kürbishof Mertens aus Marienloh und der Hof Jelowik in Schlangen.

Stefan Hinner von der Jucker-Farm nahe Zürich in der Schweiz ist der kreative Kopf hinter der Kürbiskunst. Er ist sehr zufrieden mit der Kooperation. „Es gibt in ganz Deutschland kein Kürbisfeld, das dieses Jahr so gut aussah wie das von Frau Mertens“, lobt er die Landwirtin Andrea Mertens. Sie habe in diesem Jahr erstmals eine biologisch abbaubare Plane mit Tröpfchenbewässerung für die Zucht verwendet und eine optimale Ernte ohne Komplikationen erzielt, berichtet sie. Insgesamt baute sie in diesem Jahr 50 Sorten an und lieferte über 17.000 Kürbisse für das Festival. Diese Kürbisse wurden schließlich zur Gestaltung der Dinoskulpturen verwendet. Sie bestehen eigentlich aus Holzgerüsten mit Maschendraht, an dem die Kürbisse dann mit Kabelbindern befestigt werden.

„Hierfür bohren wir Löcher in die Stiele und fädeln die Kabelbinder hindruch. Es ist wichtig, die Löcher nicht in das Fruchtfleisch zu bohren, damit die Kürbisse nicht faulen“, erklärt Hinner. Für diese aufwendige Präsentation habe ein sechsköpfiges Team der Jucker-Farm gemeinsam mit Helfern der Gartenschau und des Bauhofs in den letzten Tagen ordentlich Gas gegeben. Nachdem die Basis für die Skulpturen standen, habe das Team lediglich eine Woche für die Verzierung mit den Kürbissen gebraucht.

Die Idee eines Kürbisfestivals brachte Stefan Hinner aus Ludwigsburg mit, wo Kürbisse in dieser Form bereits seit 20 Jahren ausgestellt werden. Die Geschäftsführer der Gartenschau zeigen sich zuversichtlich. „Die Ausstellung passt sehr gut in den Park. Das Ambiente hier ist sehr harmonisch“, sagt Ferdinand Hüpping, und Rehana Rühmann ergänzt: „Das Gelände bietet die Möglichkeit, hinter jeder Ecke etwas Neues zu entdecken.“ Attraktionen wie die Kürbiswiegemeisterschaft am 20. September, aber auch Sensationen wie der Spagetti-Kürbis sollen weitere Besucher anlocken.

Verkaufsoffener Sonntag in Bad Lippspringe

Die Bad Lippspringer Werbegemeinschaft lädt anlässlich des Kürbisfestivals in der Gartenschau für Sonntag, 13. September, zu einem verkaufsoffenen Sonntag ein. Von 13 bis 18 Uhr öffnen die Bad Lippspringer Einzelhändler ihre Geschäfte. Einmal im Monat veranstaltet die Werbegemeinschaft von April bis Oktober in der Kur­stadt in der Regel einen verkaufsoffenen Sonntag. Wie es in den Wintermonaten mit den verkaufsoffenen Sonntagen weitergehe, sei nach Angaben der Werbegemeinschaft aufgrund der Corona-Pandemie noch unklar.

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