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St.-Vincenz-Krankenhaus Paderborn etabliert Medizinische Klinik für Nephrologie und Dialyse – Dr. Vischedyk geht in den Ruhestand

Dr. Alexander Weidemann übernimmt das Ruder

Paderborn

Das St.-Vincenz-Krankenhaus Paderborn ist seit dem 1. Februar um eine weitere eigenständige Klinik reicher: die Medizinische Klinik III, Klinik für Nephrologie und Dialyse, wird von nun an von PD Dr. Alexander Weidemann geführt. .

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Begrüßung des „Neuzugangs“ (von links): Dr. Martin Vischedyk (Ärztlicher Leiter der Nephrologie/Dialyse), PD Dr. Alexander Weidemann (neuer Chefarzt der Medizinischen Klinik III), Sr. Bernadette M. Putz (Geschäftsführerin) sowie hinten Marion Schwerthelm (Pflegedirektorin), Dr. Martin Baur (Ärztlicher Direktor) und Dr. Josef Düllings (Hauptgeschäftsführer). Foto: Charlotte Hoppe

Zuvor stand die Sektion Nephrologie unter der Leitung von Dr. Martin Vischedyk, der sich nach 36 Jahren im Dienste des „St. Vincenz“ demnächst in den Ruhestand verabschiedet „Mit der Medizinischen Klinik III möchten wir eine überregional sichtbare Klinik für Nierenerkrankungen und Nierenersatztherapie etablieren. Während in anderen Krankenhäusern die nephrologischen Kliniken schwinden, bauen wir sie noch weiter aus“, sagt Hauptgeschäftsführer Dr. Josef Düllings. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Neuzugang von Dr. Weidemann einen top-qualifizierten Mediziner für diese Aufgabe gewinnen konnten.“

PD Dr. Alexander Weidemann ist Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie. Als langjähriger leitender Oberarzt der Nephrologie und Leiter des Transplantationszentrums der Kliniken der Stadt Köln bringt er einen großen Erfahrungsschatz mit nach Paderborn. „Vom ganzen Team wurde ich in den letzten Tagen sehr herzlich aufgenommen. Dr. Vischedyk hat die Nephrologie in Paderborn über viele Jahre maßgeblich geprägt. Daran möchte ich anknüpfen. Neben der Weiterentwicklung der Klinik ist es für mich von zentraler Bedeutung, die Zusammenarbeit mit dem PHV-Dialysezentrum Paderborn verantwortungsvoll weiterzuführen“, so der neue Chefarzt.

Das Team der Nephrologie behandelt Patienten, die an einer chronisch oder akut auftretenden Nierenerkrankung leiden, speziell auch auf der Intensivstation. Sie sind darüber hinaus spezialisiert auf seltene Systemerkrankungen wie Lupus oder Gefäßentzündungen (Vaskulitis).

Viele Patienten sind auf eine „Blutwäsche“ angewiesen

In der Klinik werden alle Formen der Nierenersatz- und Plasmatherapie sowie Immunadsorptionen durchgeführt. Viele Betroffene sind während ihres Krankenhausaufenthaltes auf eine Dialysetherapie – die „Blutwäsche“ – zur Entgiftung angewiesen. Auch ambulante Patienten mit zusätzlichen schweren Begleiterkrankungen und Komplikationen werden in der modernen Dialyseabteilung sicher versorgt, die erst 2018 komplett erneuert wurde. Etwa 6000 Nierenersatzverfahren und Plasmatherapien führt das Team pro Jahr durch.

„Unsere Patienten leiden häufig an vielen zusätzlichen Erkrankungen. Als Querschnittsfach der Inneren Medizin arbeiten wir ganz eng mit vielen anderen Fachbereichen des Krankenhauses zusammen. Schnelle Diagnosen sind essenziell, um eine rasch fortschreitende Krankheit zu verhindern. Dabei helfen uns zum einen modernste Labordiagnostiken, zum anderen führen wir pro Jahr mehr als 80 Probenentnahmen von erkrankten Nieren durch, die von Spezialisten der Universitätsklinik ausgewertet werden.“

Weidemanns Expertise liegt zudem in der Nierentransplantation. Transplantationen werden im St. Vincenz-Krankenhaus zwar nicht durchgeführt, Dr. Weidemann möchte jedoch die Zusammenarbeit mit den Transplantationszentren stärken − in der Vorbereitung für eine Transplantation und vor allem in der Nachsorge. Dr. Weidemann ist verheiratet und zweifacher Vater. In Kürze möchte seine Familie auch nach Paderborn ziehen. Nach seinem Feierabend fährt er gern Rennrad und interessiert sich für Opern und Literatur.

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