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Corona-Lage im Kreis Paderborn am Dienstag: Inzidenzwert des LZG niedrig, aber weiterhin nicht aussagekräftig

Drei neue Fälle, 248 Erkrankte genesen*

Paderborn (WB/LaRo)

Der Kreis Paderborn meldet am Dienstag (Stand 11 Uhr) gegenüber dem Vortag drei neue Corona-Fälle. Da 248 Erkrankte den Angaben zufolge genesen sind, gibt es derzeit 577 offiziell Infizierte (Vortag: 822). Der Inzidenzwert des Landeszentrums für Gesundheit (LZG) ist weiterhin wenig aussagekräftig.

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Symbolbild. Foto: dpa

+++ Aktualisierung:Am Mittwochabend korrigierte der Kreis die Zahl der Genesenen deutlich nach unten. Es lag den Angaben zufolge ein Softwarefehler vor.+++

Die 577 aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (274), Delbrück (65), Bad Wünnenberg (43), Altenbeken (35), Borchen (34), Hövelhof (33), Bad Lippspringe (29), Büren (28), Salzkotten (25), und Lichtenau (11). Am Montagabend hatte der Kreis sechs weitere Todesfälle und 76 Neuinfektionen bekannt gegeben. Insgesamt 91 Menschen sind in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben.

70 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 17 von ihnen intensivmedizinisch. 1453 Menschen befinden sich in vom Paderborner Kreisgesundheitsamt angeordneter Quarantäne. Die Zahl der laborbestätigten Infektionen ist seit Ausbruch der Pandemie auf 4481 gestiegen. 3813 Erkrankte gelten als genesen.

Das LZG weist für den Zeitraum vom 22. bis zum 28. Dezember eine Sieben-Tages-Inzidenz von 85,4 aus (Datenstand: 29.12., 0 Uhr). Wie berichtet, ist dieser Wert aber wenig aussagekräftig. „Aufgrund der Meldewege sind hier alle Fälle noch nicht erfasst“, schreibt auch der Kreis erneut. Der Inzidenz-Wert ist also seit Tagen zu niedrig (siehe auch unten Stichwort: Übermittlungsverzug)*. Nach Berechnungen auf Grundlage der vom Kreis angegebenen Fallzahlen beträgt er am Dienstag rund 130 und am Mittwoch rund 109. Der Übermittlungsverzug dauert: Am Mittwoch, Datenstand 0 Uhr, meldet das LZG einen Wert von 56,8.

Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

29. Dezember 2020: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Das Impfen hat begonnen

Auch im Kreis Paderborn haben die Corona-Impfungen nun begonnen: Los ging es – wie berichtet – am Montagmorgen im Evangelischen Martinstift in Bad Lippspringe und einer weiteren vom Kreis nicht genannten Senioreneinrichtung. Zu Beginn der deutschlandweit am Sonntag angelaufenen Impfaktionen stehen dem Kreis Paderborn zunächst 180 Impfdosen zur Verfügung. Bis zum 30. Dezember sollen 870 Impfdosen in insgesamt vier Alten- und Pflegeeinrichtungen zum Einsatz kommen. Im Martinstift wurden 100 Personen geimpft. Als erste hatte sich dort die 90 Jahre alte Margarete Frieler, Bewohnerbeiratsvorsitzende in der Bad Lippspringer Einrichtung, impfen lassen.

So ist das Gesundheitsamt zwischen den Jahren erreichbar

Das Kreisgesundheitsamt ist zwischen den Jahren vom 28. bis 30. Dezember von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 erreichbar. Am 31. Dezember sowie am 2. Januar stehen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes für allgemeine Fragen zu Covid-19 von 12 bis 16 Uhr telefonisch zur Verfügung. www.kreis-paderborn.de/corona

Weitere Informationen

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter.

Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

* Stichwort: Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden. Möglich ist ebenso, dass örtlich zusätzliche Informationen, z.B. über die Falldefinitionen des Meldewesens hinaus verfügbar sind, die im Meldewesen nicht abgebildet werden. Manche Daten, insbesondere zu den Zahlen der Genesenen und den aktuell Infizierten können zudem nur geschätzt werden, sind also nicht eindeutig bestimmbar. Alle Beteiligten sind grundsätzlich bemüht, diese Abweichungen möglichst gering zu halten. Sie sind aber teils aufgrund der Abläufe im Meldeprozess, teils aber auch aus den unterschiedlichen Aufgabenstellungen der verschiedenen Ebenen nie gänzlich vermeidbar.“

Das RKI schreibt zum Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website (siehe Disclaimer): „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.“

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