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Stadtradeln: Neben Paderborn sind diesmal auch Delbrück und Salzkotten dabei

Drei Städte fahren mit

Paderborn/Delbrück/Salzkotten (WB). Insgesamt dreizehnmal radelten die Paderborner 2018 und 2019 beim Projekt Stadtradeln um den Äquator. Kamen die Teilnehmer 2018 noch auf 236.000 Kilometer, wurde der Wert im kommenden Jahr mit 285.000 Kilometer deutlich überschritten. Mit den neuen Mitstreitern Delbrück und Salzkotten „wolle man die Kilometergrenze von 300.000 in diesem Jahr knacken“, so das sportliche Versprechen der drei Bürgermeister Michael Dreier, Werner Peitz und Ulrich Berger.

Franz Köster

Die Bürgermeister Werner Peitz (Delbrück, von links), Michael Dreier (Paderborn) und Ulrich Berger (Salzkotten) wollen beim Stadtradeln mit gutem Beispiel vorangehen. Die Aktion läuft in diesem Jahr vom 6. bis zum 26. September. Foto: Franz Köster

Stadtradeln ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. In den vergangenen beiden Jahren startete der Wettbewerb bereits im Mai mit den Fahrradtagen in Schloß Neuhaus. In diesem Jahr wurde er wegen Corona in den September verlegt. Vom 6. bis zum 26. September dürfen die Teilnehmer also wieder besonders fest in die Pedale treten.

41 Tonnen CO2 eingespart

„Durch das Stadtradeln wollen wir die Einwohner motivieren, vom Auto auch mal auf das Fahrrad umzusteigen“, erklärt Bürgermeister Michael Dreier. Insgesamt seien so in den letzten beiden Jahren 41 Tonnen CO

eingespart worden. Natürlich gehe es dabei auch ein wenig um den Wettbewerbsgedanken, gibt Dreier zu. Deswegen werde unter den besten Teilnehmern in der Stadt Paderborn ein E-Bike verlost.

Einig sind sich die drei Bürgermeister beim Thema Klimaschutz. So wollen die Städte die nachhaltige Mobilität weiter fördern, Fahrradwege ausbauen und den Anteil der Fahrradfahrer am Gesamtverkehr erhöhen, der in der Stadt Paderborn bei 23 Prozent (Modal-Split) liegt.

Wie ernst es manche Teilnehmer meinen, zeigt ein Beispiel aus der Stadt Delbrück. Dort wird ein Wehrführer bei der Feuerwehr auch während seiner Dienstzeit auf das Fahrrad umsteigen. Wenn es brennt, steigt der Feuerwehrmann also auf den Sattel statt in den Feuerwehrwagen.

Neun Teams aus Salzkotten angemeldet

„Auf seinen Fahrradhelm montieren wir dann ein Blaulicht“, witzelt Bürgermeister Werner Peitz, der von seinem Haus bis zum Rathaus mit dem E-Bike 8:40 Minuten braucht, nur eine Minute mehr als mit dem Auto. Ihm „gehe es dabei aber auch um die Bewegung“, meint der parteilose Bürgermeister: „Gerade in Zeiten von Corona ist das sehr wichtig”, so Peitz.

Für Ulrich Berger, den Bürgermeister von Salzkotten, ist klar: „Alle Strecken innerhalb von fünf Kilometern, schaffe ich mit dem Fahrrad schneller als mit dem Auto“. Ebenso wie Delbrück ist Salzkotten in diesem Jahr zum ersten Mal beim Stadtradeln dabei. Neun Mannschaften hätten sich schon angemeldet, freut sich Berger.

Zusätzlich ruft der Bürgermeister dazu auf, schlechte Wege oder Gefahrenstellen per RADar!-App an die Stadt zu melden. Zwar könne er nicht versprechen, dass die Stadt die Stellen innerhalb kürzester Zeit beseitigen könne, in der Verkehrsplanung sollen entsprechende Stellen aber vorrangige Berücksichtigung finden.

Im nächsten Jahr hoffen die Bürgermeister auf die Teilnahme aller zehn Städte und Gemeinden im Kreis Paderborn. In diesem Jahr wollen die drei aber erst mit gutem Beispiel voran gehen.

Weitere Informationen zum Thema Stadtradeln gibt es unter www.stadtradeln.de

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