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Hilfsinitiative und Katholische Kirche spendieren kostenlose Weihnachtsessen

Ein Festmahl für Bedürftige

Paderborn (WB/reb)

An Weihnachten sollte niemand leer ausgehen und nichts zu essen haben. Deshalb hat die Paderborner Initiative „Unser Hochstift rückt zusammen“ an den Weihnachtsfeiertagen eine warme Mahlzeit für Menschen in Not verteilt. Diese konnten sich jeweils um 12 Uhr am kleinen Domplatz einfinden, um eine kostenlose Mahlzeit sowie Getränke entgegenzunehmen.

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Betty Bullmann (links) und Katja Schumann haben bei der Essensausgabe im Foodtruck mitgeholfen. Foto: Rebecca Borde

Wir machen vorher keine Bedürftigkeitsprüfung“, erläuterte Tobias Hillen, Mitglied der Initiative. „Wir möchten allen helfen, bei denen am Ende des Geldes zu viel Monat übrig ge­blieben ist. Das sind Menschen, die auf der Straße ­leben, aber auch die, die durch die Pandemie sehr hart getroffen wurden.“

Gegründet worden war die Initiative bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr durch Sandra Filter. Am Anfang handelte es sich lediglich um eine Facebook-Gruppe, mit deren Hilfe Nachbarschafts- und Corona-Hilfe organisiert werden sollte. Als andere Wohltätigkeitsorganisationen wie die Tafel aufgrund der Pandemie in ihrer Arbeit stark eingeschränkt wurden, erweiterte „Unser Hochstift rückt zusammen“ sein Angebot und unterstützt seitdem auch Bedürftige. Verteilt werden mittlerweile nicht nur warme Mahlzeiten, sondern zum Beispiel auch Schlaf­säcke.

„Das alles können wir nur dank der großzügigen Hilfe und der Spenden leisten, die wir von den Paderbornern bekommen. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagte Tobias Hillen. Während die Paderborner Firma MBG Getränke zur Verfügung stellt, kocht das Team des Liborianums für die Bedürftigen. Vor allem die Kirche sei der Initiative eine enorme Hilfe, denn das Erzbistum Paderborn unterstütze mit zahlreichen Kräften und stelle zudem Räumlichkeiten für den Verzehr der Mahlzeiten zur Verfügung.

Aufgrund der neuen Corona-Beschränkungen musste die Ausgabe an Weihnachten etwas anders organisiert werden: Die Bedürftigen mussten sich das Essen von einem „Foodtruck“, der von der Metzgerei Paul Schröder zur Verfügung gestellt wird, abholen. Zudem durfte das Essen nicht vor Ort verzehrt werden, um größere Ansammlungen zu vermeiden.

Da die Essensausgabe gerne in Anspruch genommen werde, sei es umso wichtiger, für ausreichenden Abstand bei der hohen Nachfrage zu sorgen. Übrigens: An Heiligabend standen Schweinefilets in Champignon-Rahmsoße mit Spätzle auf der Speisekarte.

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