Corona-Lage im Kreis Paderborn am Mittwoch: 64 Neuinfektionen – Inzidenz bei 118,6 – Landrat äußert sich zu Impfungen

Ein weiterer Toter, offiziell 489 Infizierte

Paderborn (WB/LaRo)

Ein 90-jähriger Mann aus Delbrück ist in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Das teilte der Kreis Paderborn am Mittwochnachmittag mit. Zudem sind dem Kreisgesundheitsamt weitere 64 Neuinfektionen gemeldet worden (Stand 11 Uhr).

 

Derzeit sind im Kreis Paderborn 489 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Foto: imago

Die Zahl der Todesfälle ist damit, wie bereits berichtet, seit Pandemie-Beginn auf 112 gestiegen. Da der Kreis die Zahl der Genesenen um neun Fälle nach unten korrigiert, sind derzeit offiziell 489 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (211), Delbrück (75), Borchen (53), Bad Lippspringe (34), Hövelhof (29), Altenbeken (25), Bad Wünnenberg (19), Salzkotten (18), Lichtenau (15) und Büren (10).

57 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 21 von ihnen intensivmedizinisch. 1790 Menschen befinden sich in Quarantäne. Die Zahl der laborbestätigten Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 5235. 4634 Erkrankte gelten als genesen.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist, wie berichtet, für den Zeitraum 6. bis 12. Januar eine Sieben-Tages-Inzidenz von 118,6 aus (Datenstand 13. Januar, 0 Uhr). Am Vortag war dieser offizielle Wert mit 120,5 angegeben worden. Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG* ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Am Dienstag hatte der Kreis zwei Todesfälle und 20 Neuinfektionen bekannt gegeben.

Impfungen: Ärger über anonyme Anrufe – Über-80-Jährige werden vom Kreis informiert

Landrat Christoph Rüther zeigt sich zufrieden damit, wie die Corona-Impfungen im Kreis Paderborn angelaufen sind. Er hat aber auch Grund sich zu ärgern, denn die Bewohnerinnen und Bewohner der Heime werden wohl vermehrt mit unterdrückter Nummer angerufen und davor gewarnt, sich impfen zu lassen. Bislang konnten 3934 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Pflegekräfte (Quelle Kassenärztliche Vereinigung, Stand 12. Januar) mit dem Impfstoff der Firma Biontech/Pfizer versorgt werden. Da der Impfstoff nach wie vor nur begrenzt zur Verfügung steht, wird derzeit weiterhin ausschließlich in Heimen geimpft. Vor Ort geimpft werden soll zunächst die Generation der Über-80-Jährigen. Die über 17.400 Seniorinnen und Senioren im Kreis Paderborn erhalten gegen Ende der nächsten Woche, kurz vor dem vierten Januarwochenende, Post, in der sie über die Terminvergabe, online und telefonisch und über die Abläufe im Impfzentrum informiert werden. Nach Angabe der Kassenärztliche Vereinigung können Seniorinnen und Senioren über 80 ab dem 25. Januar Termine buchen. Lesen Sie hier mehr.

13. Januar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Weitere Informationen

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

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* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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