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Tafel Paderborn bittet um Päckchen-Spende für Bedürftige bis zum 16. Dezember

Ein Zeichen der Mitmenschlichkeit

Paderborn

Weihnachten ist für die meisten ein Fest der Familie, der Nähe, des gemütlichen Beisammenseins mit einem guten Essen und natürlich Geschenken. Aber es gibt auch Familien in Paderborn, die können in keinem Jahr Weihnachten sorglos feiern – weil sie sich kein Festessen leisten können und das Geld nicht mal für Geschenke reicht.

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Hoffen auf die Unterstützung zahlreicher Mitbürger (von links): Geschäftsführer Wolfgang Hildesheim und Schirmherr Landrat Christoph Rüther rufen zur Päckchen-Spende für die Paderborner Tafel auf. Foto: Kreis Paderborn

Die Tafel Paderborn bittet daher auch in diesem Jahr um Päckchen für Bedürftige. „Schenken Sie ein Zeichen der Mitmenschlichkeit und helfen Sie mit, dass an Weihnachten in allen Haushalten die Augen vor Freude leuchten können“, rufen Landrat Christoph Rüther, als neuer Schirmherr der Paderborner Tafel, und deren Geschäftsführer Wolfgang Hildesheim auf.

Bis Mittwoch, 16. Dezember, nimmt die Tafel Lebensmittelpäckchen entgegen mit allem, was schmeckt, haltbar ist und zu Weihnachten Freude macht. Doch Corona-bedingt muss auch die Abgabe der Päckchen in diesem Jahr anders vonstatten gehen. Statt wie gewohnt am St. Michael Gymnasium in der Paderborner Innenstadt können die Päckchen in der Ausgabestelle der Tafel in der Stadtheide, Bayernweg 58 abgegeben werden.

Wolfgang Hildesheim und die anderen ehrenamtlichen Helfer der Tafel wissen, dass dies nicht für alle einfach zu bewerkstelligen ist. „Viele unser treuen Spender, denen es eine Herzensangelegenheit ist, ihren bedürftigen Mitmenschen zu Weihnachten eine Freude zu machen, sind selbst nicht mobil“, erklärt Hildesheim.

Eine Ausweichmöglichkeit ist das Kreishaus: Hier können am 15. und 16. Dezember Päckchen abgegeben werden. So hofft Hildesheim die 850 Päckchen zusammen zubekommen, die er braucht, um allen bedürftigen Familien in der Stadt ein Weihnachtspäckchen überreichen zu können.

Eine Tafel Schokolade, ein Pfund Kaffee, Tee, ein Päckchen Reis oder Nudeln passen ebenso gut in die Päckchen wie Weihnachtsgebäck, Schokolade, Obstsäfte, Konserven oder eingeschweißte Fleischprodukte. Hygieneartikel wie Zahnpasta oder Duschgel, das ein oder andere kleine Spielzeug, Gutscheine oder auch Weihnachtsdekoration wie Kerzen und Servietten sind ebenfalls genau richtig. Nur Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, dürfen nicht hinein.

Auch von separaten Spielzeug-Spenden bittet die Tafel Paderborn in diesem Jahr abzusehen, da die Lagerkapazitäten im Bayernweg dafür nicht ausreichen. Damit es auch nach Bescherung aussieht, sollten die Päckchen zudem weihnachtlich dekoriert, aber offengelassen werden.

„Dieses Jahr war geprägt von Distanz und Abstand halten. Doch Nähe ist nicht nur die körperliche Distanz. Nähe ist auch, an andere zu denken und gerade zu Weihnachten denen eine Freude zu bereiten, denen es schlechter geht als einem selbst“, appelliert Landrat Christoph Rüther und hofft auf zahlreiche Spenden.

Er hat die Schirmherrschaft der Paderborner Tafel von seinem Amtsvorgänger Manfred Müller übernommen, der diese seit 2009 inne hatte.

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