1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Paderborn
  6. >
  7. Erprobungsradweg: Radfahren soll in Paderborn sicherer werden

  8. >

Detmolder Straße: Verkehrsversuch startet nächst Woche

Erprobungsradweg: Radfahren soll in Paderborn sicherer werden

Paderborn

Lange wurde es geplant, jetzt geht es los: An der Detmolder Straße wird am 5. und 6. Juli im Abschnitt zwischen dem Bahnübergang und dem Schäferweg ein beidseitiger Erprobungsradweg eingerichtet. Der Radweg wird als temporärer Verkehrsversuch für sechs Monate bestehen, teilt die Stadt mit.

Zwischen Bahnübergang und Schäferweg wird auf der Detmolder Straße ein Erprobungsradweg eingerichtet. Foto: Oliver Schwabe

Es ist in Teilbereichen eine Ausstattung mit Trennelementen vorgesehen, um eine höhere Sicherheit der Radfahrenden zu gewährleisten. Eine Evaluierung soll während der gesamten Erprobungszeit erfolgen. Neben Querschnittszählungen der verschiedenen Verkehrsarten und somit ggf. dem Nachweis einer Steigerung der Radverkehrszahlen soll mittels einer Online-Befragung im weiteren Verlauf auch zum Beispiel das Sicherheitsgefühl von Radfahrenden abgefragt werden.

Vor dem Hintergrund des integrierten Mobilitätskonzeptes (IMOK) der Stadt soll der Umweltverbund, darunter auch der Radverkehr, gestärkt werden. Dabei müssen Querschnittsaufteilungen von Straßenräumen im Stadtgebiet neu gedacht und gestaltet werden. Um für die Detmolder Straße eine mögliche Variante zur zukünftigen Straßenraumaufteilung testen zu können, ist die Einrichtung des Erprobungsradwegs vorgesehen. Die Spuraufteilung auf der Detmolder Straße wird dementsprechend angepasst. Als Fahrspur bleiben mindestens jeweils 3,10 Meter erhalten. Für den Erprobungsradweg werden Breiten zwischen 1,90 Meter und 2,20 Meter angestrebt.

Vorab ist eine Leistungsfähigkeitsuntersuchung der Detmolder Straße inklusive des Bahnübergangs durch das Büro Dipl.-Ing. Geiger & Ing. K Hamburgier GmbH durchgeführt worden. Laut Gutachten ist die Einrichtung des Erprobungsradweges, insbesondere im Hinblick auf die steigenden zu fördernden Bedürfnisse des Radverkehrs trotz der zunächst ungünstig erscheinenden Bewertung des unsignalisierten Knotens Engernweg realisierbar.

Im Vorfeld der Planung gab es einen Abstimmungsprozess mit betroffenen Akteuren, darunter die Feuerwehr, der ASP, die ÖPNV-Betreiber und die Bahn. Durch die vorgesehenen Trennelemente bestehen Herausforderungen bei der Straßenreinigung, dem Winterdienst und der Müllentsorgung. Dadurch wird der Einsatz von Sonderfahrzeugen im Bereich zwischen den Trennelementen und dem Hochbord notwendig, womit sich der Aufwand erhöht.

Bei den Trennelementen handelt es sich um sogenannte Leitboys, rot-weiße Baken mit einer Höhe von 68 Zentimetern, welche stadtauswärts auf 24 Prozent der Gesamtstrecke und stadteinwärts auf 44 Prozent der Gesamtstrecke zum Einsatz kommen.

Der Erprobungsradweg ist im Oktober 2021 im Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität beschlossen worden. Die genaue Ausgestaltung der Maßnahme ist im Mai 2022 im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Konversion vorgestellt worden. Unabhängig vom Erprobungsradweg ist weiterhin der spätere komplette Umbau der Detmolder Straße geplant.

Startseite
ANZEIGE