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Geldtransporter-Überfall: Quartett aus Paderborn des schweren Raubes angeklagt

Es drohen mindestens fünf Jahre Haft

Paderborn (WB). Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat gegen vier Männer aus Paderborn – zwei Syrer, ein Guineer, ein Türke (22 bis 26 Jahre alt) – Anklage vor dem Landgericht Paderborn wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes erhoben. Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, am 28. Februar in einem Parkhaus einen Geldtransporter überfallen zu haben.

Nach einem Überfall auf einen Geldtransporter im Parkhaus Neuhäuser Tor ist nun Anklage gegen ein vier mutmaßliche Täter erhoben worden. Foto: Oliver Schwabe

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen informierte einer der Angeschuldigten, ein ehemaliger Mitarbeiter der Geldtransporterfirma, die übrigen drei über den Ablauf der Touren und die jeweils zu erwartende Beute. Daraufhin entschlossen sie sich, den morgens im Parkhaus Neuhäuser Straße stehenden Geldtransporter der Sicherheitsfirma zu überfallen.

Etwa 5500 Euro erbeutet

Die mutmaßlichen Täter nutzten einen Moment aus, in dem die Hecktür des Geldtransporters unverriegelt war und sich nur eine Person in dem Fahrzeug befand. Der im Fahrzeug sitzenden Mitarbeiter wurde mit einer Schreckschusspistole in Schach gehalten, während ein anderer Tatbeteiligte das Geld aus dem Transporter räumte. Anschließend rannte das Duo aus dem Parkhaus zu dem dritten Tatbeteiligten, der im Fluchtfahrzeug wartete. Die erbeutete Summe beträgt etwa 5500 Euro.

Falsche Verdächtigung und Nötigung

Als in den Ermittlungen der Verdacht auf drei der vier Angeschuldigten fiel, beschuldigten diese fälschlicherweise den im Geldtransporter sitzenden Mitarbeiter, in die Tat eingeweiht gewesen zu sein und mitgewirkt zu haben. Zwei von ihnen sollen diesem sogar mit Gewalt gedroht haben, wenn er seine Aussage gegenüber der Polizei nicht dahin abändere, dass keine Pistole verwendet worden sei. Daher ist gegen diese Angeschuldigten auch wegen falscher Verdächtigung beziehungsweise Nötigung Anklage erhoben worden. Schwerer Raub wird mit einer Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren geahndet. Ein Hauptverhandlungstermin ist noch nicht bekannt.

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