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Planungen für Stadthaus-Neubau in Paderborn sollen bis Herbst 2022 abgeschlossen sein – Abriss beginnt Anfang 2023

Es geht voran

Paderborn

Das Planungsverfahren für das Projekt Stadthaus geht in die nächste Phase: Das anstehende Etappenziel ist die Fertigstellung der Vorplanung. Im Herbst 2022 soll es soweit sein, teilte die Stadtverwaltung dem Rat am Donnerstag mit. Anschließend ist eine erneute Beratung und Abstimmung vorgesehen. Anfang 2023 könnte dann mit dem Abriss der Gebäude am Marienplatz begonnen werden.

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Perspektive Marienplatz: Das Modell zeigt den geplanten Stadthaus-Neubau (blau eingefärbt) sowie die Gebäudeteile A und B, die im Rahmen des Projekts saniert werden (hellblau eingefärbt). Foto: Stadt Paderborn

Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass die Abbruch- und Neubauarbeiten sich über die Jahre 2023 bis Anfang 2027 erstrecken. Parallel zum Neubau des Stadthauses sollen auch die beschlossenen Sanierungsarbeiten an den Gebäudeteilen A und B – also den Teilen der Stadtverwaltung, die sich in Richtung des Parkplatzes am Abdinghof befinden – durchgeführt werden. Derzeit werden die Vorbereitungen dafür getroffen.

Umgestaltet werden soll auch der Bereich der Straße Am Abdinghof inklusive Platz sowie Gutenbergstraße und Franz-Stock-Platz. „Diese Planung erfolgt ebenfalls jetzt, die Realisierung wird sich an den Hochbau anschließen und bis Mitte 2028 andauern“, teilt die Stadt mit.

Michael Dreier

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte Bürgermeister Michael Dreier den Vorschlag gemacht, die Realisierung des neuen Stadthauses zeitlich zu schieben. Zu unsicher sei die Entwicklung der städtischen Finanzlage. In der Zwischenzeit herrsche größere Klarheit über die zu erwartenden Einnahmeverluste, aber auch über zugesagte Finanzhilfen von Land und Bund. „Das Stadthaus Paderborn wird in vielerlei Hinsicht ein Leuchtturm für unsere Stadt. Es leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der städtischen Klimabilanz. Wir planen einen modernen Bürgerservice und eine zukunftsweisende Unterbringung unserer Mitarbeiter. Diese Planungen setzen wir seit Beginn dieses Jahres mit voller Energie fort“, sagte Bürgermeister Dreier. Die Ausschreibungen für die einzelnen Fachplanungen sollen nun zeitnah veröffentlicht werden.

Die Corona-Pandemie habe neue Erfahrungen in der Zusammenarbeit in der Verwaltung, etwa bei der Verwendung digitaler Medien, gebracht, heißt es weiter. Auch organisatorische Neuerungen im Bürger-Service hätten positive Effekte gezeigt. Daher sei mit dem planenden Architekturbüro Behet, Bondzio, Lin aus Münster für das erste Halbjahr 2021 ein Prozess vereinbart worden, um das Raumkonzept des Stadthauses zu überarbeiten.

Moderner Bürgerservice und Begegnungszentrum

„Mit dem neuen Stadthaus wird eine zentrale Anlaufstelle für alle Bürger und Besucher geschaffen, die nicht nur vielseitigen und modernen Bürgerservice bietet, sondern auch als Begegnungszentrum dienen soll. Sowohl das neugestaltete Einwohner- und Standesamt als auch das Fundbüro, die Tourist-Information, der Ticketservice und digitale Angebote, wie etwa Infoterminals, werden im neuen Stadthaus zu finden sein. Auch ein Café sowie die neue Kinder- und Computerbibliothek sollen in den Räumen des neuen Stadthauses untergebracht werden“, teilt die Stadt mit. Darüber hinaus werde ein Fahrradparkhaus mit 200 öffentlichen, überdachten Fahrradstellplätzen und Ladestationen für E-Bikes geschaffen.

Die Stadt Paderborn strebt mit dem Stadthaus ein energetisches Gesamtniveau an, das vergleichbar zum Passivhaus-Plus ist. Insgesamt ermögliche der Neubau eine CO2-Reduzierung um rund 1000 Tonnen pro Jahr im Vergleich zum Bestand.

Die Gesamtkosten sind mit 66,9 Millionen Euro kalkuliert, davon sollen mehr als 11 Millionen Euro vom Land NRW gefördert beziehungsweise durch Drittmittel aufgebracht werden.

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