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Am 26. April wird das Mittlere Paderquellgebiet freigegeben

Es sprudelt unterm Pflaster

Paderborn (WB). Ein bisschen müssen sich Fußgänger und Radfahrer noch gedulden, bis sie das mittlere Paderquellgebiet zwischen Paderhalle und Mühlenstraße wieder durchqueren dürfen – doch Mitte März werden sie für diese Geduld belohnt. Dann soll der Großteil der Arbeiten abgeschlossen sein. Die offizielle Eröffnung ist am 26. April.

Maike Stahl

Die Neugestaltung der Flusslandschaft Pader ist nicht nur ein Herzensprojekt der Technischen Beigeordneten Claudia Warnecke. »Wir haben jetzt schon eine unglaublich positive Resonanz aus der Bevölkerung«, sagt Bauleiter Stefan Buschmeier.

Führung am 26. Februar

Die nächste Führung durch das Mittlere Paderquellgebiet startet am Dienstag, 26. Februar, um 15 Uhr. Treffpunkt ist der Haupteingang der Paderhalle. Anmeldungen nimmt Stefan Buschmeier unter s.buschmeier@paderborn.de oder Telefon 05251/88-1508 entgegen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Schon jetzt wird deutlich, dass dieser Abschnitt der Flusslandschaft Pader dann mehr sein wird als ein schöner Weg in die Stadt. »Wir wollen eine hohe Aufenthaltsqualität schaffen. Denn Wasser ist in der Stadt einfach besonders attraktiv, und wir haben in dieser Hinsicht etwas einzigartiges zu bieten«, sagt Paderborns Beigeordnete Claudia Warnecke.

Tatsächlich hat das Mittlere Paderquellgebiet sogar ein bisschen mehr Wasser zu bieten, als bisher vermutet wurde. Eine kleine Quelle bahnt sich mitten im neuen Pflaster rechts der Paderhalle ihren Weg an die Oberfläche. »Da müssen wir natürlich noch mal ran«, sagt Bauleiter Stefan Buschmeier mit Blick auf das gluckernde Rinnsal, das aus dem Pflaster drückt. Aber das nimmt er gelassen. »Genau diese Vielzahl an verschiedenen Quellen macht ja auch den Reiz des Gebiets aus.«

Reineke-Platz soll zum Verweilen einladen

Von der Überraschungsquelle abgesehen ist der Bauabschnitt rund um die Paderhalle bereits fertiggestellt. Das Natursteinpflaster aus gelbem Granit, die neuen Bänke, die Beleuchtung und die Gestaltung des Vorplatzes bieten ebenfalls erheblich mehr Aufenthaltsqualität, auch wenn die Besucher das über die ungemütlichen Wintertage noch nicht wirklich ausprobieren konnten. Nicht ganz so glücklich ist Claudia Warnecke mit der Rückseite der Paderhalle, die nie ihre ursprünglich geplante Erweiterung erhalten hat. »Dadurch, dass der ganze Bereich des Haxthausenhofes offener gestaltet wurde, wirkt die Rückseite jetzt sehr massiv, aber damit müssen wir leben«, sagt sie. Ein Hingucker soll dafür die Außenwand des Multicult werden. Diese darf künftig ganz offiziell mit Graffiti gestaltet werden.

Die Sinne der Besucher auf sich lenken wird aber vor allem die Pader, die mit ihren verschiedenen Armen durch den Bereich fließt und an mehreren, auch neuen Stellen aus dem Untergrund nach oben sprudelt. Das ehemalige Kehl-Schwarze-Gärtnereigelände ist über einen Steg erschlossen worden, damit die Passanten sich trockenen Fußes mitten ins gluckernde Geschehen begeben können. An der Rückseite der Reineke-Mühle wird auf dem neu angelegten Reineke-Platz eine Terrasse mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten geschaffen.

Platz für kleinere Open-Air-Veranstaltungen im Haxthausenhof

»Im Haxthausenhof werden außerdem Versorgungsleitungen verlegt, so dass dort auch kleinere Open-Air-Veranstaltungen stattfinden können«, erläutert Stefan Buschmeier. Allein 3900 Kubikmeter Erde sind seit Dezember 2017 in dem Gebiet bewegt werden. Das entspricht dem Inhalt von fast 20.000 Badewannen. 5,1 Millionen Euro kostet die Umgestaltung der insgesamt 17.000 Quadratmeter. 2,8 Millionen Euro davon werden von Bund und Land gefördert.

Als letzter Bauabschnitt soll der Eingangsbereich am Brauhaus fertiggestellt werden. »Das sollte ursprünglich das erste sein, weil es aber einen Bombenverdacht gab, der sich zum Glück nicht bestätigt hat, wird das jetzt der Schlusspunkt«, erläutert der Bauleiter.

Besonders freuen sich Warnecke und Buschmeier über das große Interesse an diesem nationalen Projekt des Städtebaus. »Das gilt sowohl für andere Kommunen und Behörden sowie die Fachpresse, als auch für die Paderborner«, berichtet Warnecke Die bisher angebotenen Führungen über die Baustelle seien stets schnell ausgebucht gewesen.

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