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Neues Bestattungshaus am Dören nimmt trotzdem nächste Planungshürde

Evangelische Kirche hat Bedenken

Paderborn (WB/mai). Das von Dieter Sauerbier geplante neue Bestattungshaus am Hauptfriedhof »Auf dem Dören« in Paderborn hat eine weitere Hürde genommen. Einstimmig hat der Bauausschuss dem Bebauungsplanentwurf zugestimmt, der die Voraussetzung für den Neubau schafft. Dieser wird nun ausgelegt.

Direkt hinter dem Parkplatz auf dem Dören soll das neue Bestattungshaus entstehen. Foto: Jörn Hannemann

Sauerbier plant ein großes neues Gebäude, bei dem sich Trauer-, Abschieds- und Beratungsräume um einen Innenhof mit Garten gruppieren. Außerdem soll das ein- bis zweigeschossige Gebäude Raum für eine Betriebswohnung bieten. Das Grundstück liegt direkt hinter den Parkplätzen für den Friedhof »Auf dem Dören« am George-Marshall-Ring und ist von der Stadt bereits verkauft worden. Ursprünglich war es für eine mögliche Parkplatzerweiterung vorgesehen.

Kirchengemeinde sieht keinen Bedarf

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung im Planungsverfahren hatte lediglich die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bedenken gegen das Vorhaben ge­äußert. Ein Bedarf ist aus Sicht der Gemeinde nicht gegeben, die bisherige Infrastruktur sei völlig ausreichend. Zudem befürchtet die Gemeinde, dass eine aus ihrer Sicht erforderliche Neugestaltung des bestehenden städtischen Gebäudekomplexes, dessen Räume wenig einladend seien, als nicht so dringlich erachtet werde, wenn in direkter Nähe eine private Alternative entstehe. Sie befürchte überdies eine noch stärkere „Privatisierung der Trauer“. In einem Gespräch mit Baudezernentin Claudia Warnecke, Bürgermeister Michael Dreier und der Kirche sei daher das weitere Vorgehen abgestimmt worden. Warnecke: „Wir können uns vorstellen, das Thema Bestattungskultur 2021 zum Tag des Friedhofes gemeinsam zur Diskussion zu stellen.“

Konkurrenzfrage stellt sich für Amtsleiter nicht

Die Konkurrenzfrage hingegen ist aus Sicht von Amtsleiter Dr. Frank Becker kein Thema. „Bestattungsunternehmen bieten seit vielen Jahren Trauerhallen an. Gleichzeitig sind wir als Stadt verpflichtet, Leichen- und Trauerhallen zu unterhalten. Dadurch wird aber keine Konkurrenz geschaffen, sondern lediglich ein breiteres Angebot für die Bürger.“

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