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Tatort Kaukenberg: 90-Jähriger soll 63-jährige Tochter und sich selbst erschossen haben - mit Video

Familiendrama: Zwei Leichen in Paderborn entdeckt

Paderborn (WB). Ein 90-jähriger Paderborner und eine 63-jährige Frau sind am Samstagabend in der Straße Kaukenberg in Paderborn tot aufgefunden worden. Nach derzeitigem Kenntnisstand von Polizei und Staatsanwaltschaft wurden beide durch Schüsse getötet. Die Tatwaffe wurde durch die Polizei sichergestellt. Die Polizei geht offenbar davon aus, dass der Mann zunächst die Frau und dann sich selbst umgebracht hat.

Ingo Schmitz

Die Polizei hat in Paderborn zwei Leichen entdeckt. Zuvor fielen Schüsse. Foto: Ingo Schmitz

Die Mordkommission Bielefeld hat noch am Samstagabend die Ermittlungen aufgenommen. Die Untersuchungen am Tatort dauerten bis in die Nacht. Das Wohngebiet Kaukenberg wurde großräumig abgesperrt, die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Feuerwehr der Stadt Paderborn unterstützte die Ermittler bei ihrer Arbeit.

Um 19.18 Uhr wurde die Polizei über den Notruf alarmiert. Nachbarn hatten Schüsse gehört und die beiden blutüberströmten Körper auf der Straße gefunden. Der Mann sei bereits tot gewesen, die Frau sei wenig später im Krankenwagen verstorben, hieß es.

Bei dem 90-Jährigen soll es sich um den Vater der 63-Jährigen handeln. Beide hätten im Kaukenberg unter einem Dach in einem Haus gewohnt. Die zweite Tochter des mutmaßlichen Schützen wohne mit ihrem Mann in der anderen Hälfte des Doppelhauses. Sie sei mit einem Schock ins Krankenhaus gekommen, hieß es.

Vater und Tochter hätten häufiger gestritten

Die eingesetzte Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissarin Jutta Horstkötter untersucht die Zusammenhänge der beiden Tötungsdelikte, hieß es nach Mitternacht in einer gemeinsamen Erklärung von Staatsanwaltschaft Paderborn und Polizei Bielefeld.

Zu den Motiven der Tat gab die Polizei am Samstagabend keine Erklärung ab. Nachbarn berichteten auf Anfrage, dass sich Vater und Tochter häufiger gestritten hätten. Der aus Kasachstan stammende Mann sei sehr gebildet, aber auch sehr schwierig gewesen, hieß es.

Bei dem weiblichen Opfer soll es sich um eine unverheiratete und kinderlose Akademikerin handeln. Die Frau des mutmaßlichen Täters sei bereits vor einigen Jahren gestorben.

Hilfe

Das WESTFALEN-BLATT berichtet nur in Ausnahmefällen über Suizide.

Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de.

Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

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