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Fall von Zerstörungswut

Bronzefigur am Waschfrauendenkmal in Paderborn einen Arm herausgerissen

Paderborn

Einigen Passanten des Paderquellgebietes dürfte es schon aufgefallen sein. Der bronzene Knabe am Waschfrauendenkmal an der Warmen Pader steht momentan nur mit einem Arm da. Die Figur ist vermutlich Opfer von Zerstörungswut geworden, ihr wurde der rechte Arm herausgerissen.

Von Matthias Wippermann

Der bronzene Junge am Waschfrauendenkmal im Paderquellgebiet steht momentan ohne rechten Arm da. Der Arm konnte gesichert und soll wieder angebracht werden. Foto: Oliver Schwabe

Aufgefallen ist dies während einer Stadtführung am Sonntag (19. März). „Eine Teilnehmerin machte mich darauf aufmerksam, dass der bronzene Arm samt Hand im Gras liegt. Mir war es gar nicht aufgefallen“, berichtet Citymanager Heiko Appelbaum, der die Stadtführung leitete.  

Nach Rücksprache mit Dietrich Honervogt, stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender des Vereins der Freunde der Pader, beendete Appelbaum zunächst die Tour, kehrte dann aber schleunigst zurück zu den Waschfrauen, um den herausgerissenen Arm in das Büro des Citymanagements zu bringen. „Die Passanten haben mich ganz schön verdutzt angeguckt. Zum Glück war das kein weiter Weg, denn das Teil ist ganz schön schwer“, berichtet er.

Daher weiß Appelbaum: „Den Arm kann man nicht mal eben so abreißen. Dafür ist ordentlich Kraft notwendig.“ Mittlerweile ist das Amt für Umweltschutz und Grünflächen eingeschaltet und der bronzene Arm wurde an die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke, ebenso Mitglied des Vorstandes des Vereins der Freunde der Pader, übergeben.

Die Stadt wird nun eine Firma beauftragen, die Figur zu restaurieren, damit der bronzene Knabe bald wieder mit beiden Armen neben den Waschfrauen stehen kann, um ein Stück Paderborner Stadtgeschichte zu erzählen.

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