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Geschäftsführung gibt in Paderborn bei Betriebsversammlung Details zum Sozialplan bekannt

Finke-Mitarbeiter erhalten Abfindungen

Paderborn (WB/mai). In einer Betriebsversammlung sind am Abend die Mitarbeiter der Finke-Unternehmensgruppe über die Einzelheiten des Sozialplans informiert worden. Danach wurden auch die Regelungen zu Abfindungen, zur Errichtung einer Transfergesellschaft und zu organisatorischen Anläufen erläutert. Der Sozialplan gilt auch für alle Mitarbeiter, die nach dem 5. November ordnungsgemäß gekündigt haben.

Das Möbelhaus Finke soll zum 31. März geschlossen und zu einem späteren Zeitpunkt abgerissen werden. Foto: Jörn Hannemann

Am 5. November hatte die Geschäftsführung angekündigt, dass der Standort Paderborn aufgegeben und das Möbelhaus abgerissen wird . »Uns war wichtig, dass der Sozialplan auch für sie greift, weil sie nicht gekündigt hätten, wenn es keine Schließung geben würde«, heißt es aus Betriebsratskreisen. Weil sie aber geringere soziale Nachteile erleiden, falle die Abfindung etwas geringer aus,

Nach Angaben des Betriebsrates war die rund 90-minütige Versammlung am Mittwochabend sehr gut besucht. Derzeit sind noch rund 280 Mitarbeiter in dem Möbelhaus beschäftigt, von denen aber einige bereits gekündigt haben. An der Versammlung hätten neben dem Betriebsrat und dessen Rechtsbeistand auch die komplette Finke-Geschäftsführung und die Geschäftsführung der beauftragten Transfergesellschaft teilgenommen. Danach werde an der Schließung des Möbelhauses zum 31. März dieses Jahres festgehalten.

Kündigungen sollen Ende Januar ausgesprochen werden. Die Mitarbeiter im Verkauf erhalten ihr Gehalt auch bei kürzerer Kündigungsfrist bis zum 30. Juni und können ab 1. April dann in eine Transfergesellschaft übergehen. Gleiches gilt für die Verwaltung, die nach derzeitiger Planung am 31. Dezember geschlossen wird. Die Abfindung setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen, heißt es aus Betriebsratskreisen. Über die Höhe dieser Zahlungen sei mit der Geschäftsführung aber Stillschweigen vereinbart worden. Nach Informationen dieser Zeitung liegen sie aber für Mitarbeiter, die etwa 20 Jahre bei Finke beschäftigt waren, bereits im mittleren fünfstelligen Bereich.

In einer Pressemitteilung schreibt der Betriebsrat, dass die Mitarbeiter zahlreiche Fragen zum Inhalt der vorgestellten Regelungen gestellt hätten und diese überwiegend positiv zur Kenntnis genommen worden seien. »Es gibt immer einige, die unzufrieden sind, aber es haben sich auch schon sehr viele Kollegen für dieses Ergebnis bedankt«, sagte ein Betriebsrat dieser Zeitung.

Finke-Geschäftsführer Franz-Josef Golüke hatte kurz vor Weihnachten bekannt gegeben, dass eine Einigung mit dem Betriebsrat erzielt worden sei. Zahlreiche Beschäftigte haben dem Unternehmen seit Bekanntgabe der Schließung des Standortes bereits den Rücken gekehrt. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Geschäftsführung daher Bleibeprämien für die Mitarbeiter ausgelobt, die das Unternehmen nicht vorzeitig verlassen. Schließlich werden von Paderborn aus auch die Standorte Kassel, Münster, Hamm und die Preisrebell-Häuser verwaltet.

Die Krieger Handel SE hatte Finke zum 1. November übernommen, das Möbelhaus an der Elsener Straße soll bereits am 31. März geschlossen werden – und nicht wie ursprünglich angekündigt am 30. Juni. Die Verwaltung soll bis zum Jahresende bestehen bleiben.

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