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„Girls4IT in practice“: Entwicklerinnen wollen weibliche Nachwuchskräfte anwerben

Frauenpower für Paderborner IT-Unternehmen

Paderborn

Die IT-Branche ist immer noch stark männerdominiert. Doch das soll sich nach Plänen Paderborner IT-Firmen ändern. Die  heimischen Unternehmen Comprion, Connext Communication, FHDW, Ordix, Net at Work, S&N Invent und „TEAM“ haben deshalb das Projekt „Girls4IT in practice“ entwickelt.  Erfahrene Entwicklerinnen wollen Teilnehmerinnen wichtiges Know-how vermitteln sowie Erfahrungen und Wissen zur Berufsfindung weitergeben. Nach erfolgreicher Teilnahme winkt den jungen Frauen ein Ausbildungs- oder dualer Studienplatz.  

Jessica Krüger (rechts), Referentin für Digitalisierung, Innovationen und Nachhaltigkeit bei der Wirtschaftsförderung Paderborn, begleitet das Projekt „Girls4IT in practice“. Sie bringt IT-Unternehmen und Teilnehmerinnen an einen Tisch.  Foto: PIT

Wie lassen sich junge Mädchen für die IT-Branche begeistern? Wie können Paderborner IT-Unternehmen ihre Teams noch erfolgreicher aufstellen? Und: Wie lässt sich praxisnahes Wissen von erfahrenen Softwareentwicklerinnen am besten an den Nachwuchs weitergeben? Diese Fragen stellten sich die IT-Unternehmen des Vereins „Paderborn ist Informatik“ (PIT) und riefen das Projekt „Girls4IT in practice“ ins Leben.

„Darin absolvierten dieses Jahr sechs IT-interessierte Schülerinnen in vier Wochen ein kleines IT-Vorhaben und glichen dadurch die eigenen Berufswünsche ab“, teilt der Paderborner Verein mit.

Dabei wurden sie von einer erfahrenen Mentorin begleitet, die ihnen notwendiges Fachwissen weitergab und aus der eigenen Bildungs- und Berufsbiografie berichtete. „Bei Umfragen stellten wir fest, dass erfolgreiche Informatikerinnen in der Regel ein, oft weibliches, Vorbild im Bekannten-, Freundes- oder Familienkreis hatten und so an den Beruf herangeführt wurden. Darüber hinaus sehen wir immer wieder, dass gemischte Entwicklungsteams einfach zu besseren Ergebnissen kommen als homogene, meist männlich dominierte“, erklärt  Christina Zweigle, PIT-Vorstand und Personalleiterin beim Softwarehersteller Connext. Deshalb sollen mit dem Projekt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: die Innovationskraft der Unternehmen weiter stärken und weibliche Nachwuchskräfte für die IT begeistern.

Sophie Köhne (rechts) hat das Projekt „Girls4IT in practice“ erfolgreich durchlaufen. Sie startet zum 1. August ihre Ausbildung zur Fachinformatikerin. Bei  Connext Communication soll sie Software und Apps für Pflegekräfte, Heilerziehungspfleger und Betreuer im Sozialwesen entwickeln.   Foto: PIT

Gesagt, getan: Sophie Köhne sicherte sich in diesem Jahr bereits einen Ausbildungsplatz beim Spezialisten für Software im Sozialwesen – Connext Communication. Alle anderen Teilnehmerinnen werden nach ihren Schulabschlüssen einen Beruf in der IT anstreben. Ein großer Erfolg. Bei der Abschlussveranstaltung des Projekts ermutigte Jessica Krüger, Referentin für Digitalisierung, Innovationen und Nachhaltigkeit bei der Wirtschaftsförderung Paderborn, die entstandenen Kontakte zu den Unternehmen weiter zu nutzen, denn diese seien wertvoll für das weitere Berufsleben und blieben auch über das Projektende bestehen.

Finanziell wurde das Projekt von der Heidehof-Stiftung unterstützt, die sich der Nachwuchsförderung widmet.

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