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Bauernpräsident Hubertus Beringmeier zieht Bilanz

„Frühjahrswetter hat uns wieder geerdet“

Paderborn

Viele sind in diesen Corona-Zeiten häufiger in der Natur unterwegs. Spaziergänger und Freizeitsportler fragen sich, was die Bauern gerade auf den Äckern tun. Aufschluss darüber gibt der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband in einer Pressemitteilung.

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Die Bauern bereiten derzeit die Felder für Mais und Kartoffeln vor. Foto: WLV

Mit dem Abklingen des typischen Aprilwetters und dem Wechsel zu freundlicheren Wetter seien die Landwirte damit beschäftigt, das Ackerland für Mais und Kartoffeln vorzubereiten. Sie stünden in den Startlöchern, um die beiden Ackerfrüchte in den Boden zu bringen. Der Mais werde in der Regel im Zeitraum ab 15./20. April bis Mitte Mai gelegt. „Er braucht eine Bodentemperatur von etwa acht Grad, denn die Mindestkeimtemperatur bei Mais liegt bei acht bis zehn Grad“, erklärt Bauernpräsident und Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Paderborn Hubertus Beringmeier. „Der Boden sollte sich bereits erwärmt haben, damit die Saat zügig und gleichmäßig keimt und sich gut entwickelt. Übrigens: Wir Bauern sprechen von Mais legen, denn die kleinen gelben Maiskörner werden mit dem Maislegegerät in die Erde gelegt“, erzählt Beringmeier.

Außerdem würden ab Mitte April auch die Kartoffeln, die im August/September geerntet werden, gepflanzt. Sie würden eine Keimtemperatur von fünf bis sechs Grad benötigen. Zudem seien die Landwirte mit den weiteren Dünge- und Pflegemaßnahmen auf dem Acker, Grünland und Feldgras im Gange.

Die Ackerbohnen seien um die Ostertage in den Boden gekommen – größtenteils auch die Zuckerrüben. Sie bräuchten nun steigende Temperaturen, um mit dem Wachstum loszulegen. Auch die Spargelbauern würden auf wärmeres Wetter warten. „Aufgrund der kühlen Witterung ist der hiesige Spargel derzeit knapp“, so Beringmeier. Mit den Winterweizen, -gersten und -rapsbeständen seien die Landwirte im Allgemeinen zufrieden. Sie seien gut durch den Winter gekommen. Der viele Schnee und die Frostperiode im Februar hätten keinen Schaden verursacht, denn die Schneedecke habe den Pflanzen ausreichenden Schutz geboten.

„Das Frühjahrswetter hat uns wieder etwas geerdet“, erläutert der Vorsitzende. „Nach den vergangenen drei trockenen Jahren haben wir wieder einen kühlen und feuchteren Frühling.“ Allerdings hätten sich die Arbeiten etwas aufgestaut, so dass in der nächsten Woche vermehrt Aktivität der Bauern beobachtet werden kann. Zudem sei die Feuchtigkeit wichtig gewesen, um die Grundwasserspeicher weiter aufzufüllen. Beringmeier: „Wir sind weiterhin im Minus und brauchen nach wie vor Regen.“

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