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Julia Lakirdakis-Stefanou ist für die SPD neu im Paderborner Stadtrat

„Für die Schulen gibt es einiges zu tun“

Paderborn

Schritt für Schritt hat sich Julia Lakirdakis-Stefanou mit der Kommunalpolitik in Paderborn vertraut gemacht. Nachdem sie sich zunächst als sachkundige Bürgerin für die SPD engagiert hat, war es bei der Kommunalwahl im September für die 48-Jährige der konsequente nächste Schritt, auf einem der vorderen Listenplätze anzutreten, um ein Ratsmandat zu erringen – als einzige „Neue“ der SPD.

Maike Stahl 

Die Ratsarbeit findet auch für die neue SPD-Ratsfrau Julia Lakirdakis-Stefanou fast ausschließlich virtuell statt. Foto: Maike Stahl

Den Einstieg hätte sich Julia Lakirdakis-Stefanou allerdings ein bisschen unkomplizierter gewünscht. „Natürlich sind mit der Corona-Pandemie viel gravierendere Konsequenzen verbunden“, weiß sie. „Aber gerade jetzt bei den Haushaltsberatungen zum Beispiel, da fehlt einfach der persönliche, informelle Austausch, der eben doch ein bisschen unkomplizierter ist als eine Videokonferenz mit so vielen Teilnehmern.“

Virtuelle-SPD-Fraktionssitzung mit (oben angefangen jeweils von links) Karoline Horstmann-Düwel, Julia Lakirdakis-Stefanou, Christina Vetter, Martin Pantke, Michael Deppe, Dr. Jürgen Olschewski, Franz Josef Henze, Carsten Büsse, Ulrich Koch, Daisy Höcker, Harald Schäfers, Manfred Krugmann, Stephan Zech, Bernd Wroblewski, Claudia Steenkolk, Cynthia Arnold und Dr. Beate Röttger-Lieppmann. Foto:

Andererseits sei es natürlich ein Riesengewinn, dass diese Technik überhaupt verfügbar sei. „Ich habe mein Büro sowieso bei uns zuhause, aber natürlich finden jetzt auch die meisten Termine und Besprechungen virtuell statt. Mein Mann arbeitet manchmal ebenfalls von hier aus und unsere Tochter ist im Homeschooling – das ist schon eine besondere Situation.“

Gerade die Situation der Schüler, der Schulen und Lehrkräfte ist der SPD-Politikerin besonders wichtig. Der Schulausschuss sei ihr eine Herzensangelegenheit, erzählt sie. Und dort erwartet sie auch in der gerade begonnenen Wahlperiode einige weitreichende Entscheidungen. „Nicht zuletzt durch die Pandemie haben wir da einige große Baustellen.“ Zum einen würde dringend Schulraum benötigt, auch für die Betreuung, zum anderen müsse der Einsatz von Technik und entsprechenden pädagogischen Konzepten weiter entwickelt werden. „Wir sind anderen Kommunen mit der Lernstatt einen großen Schritt voraus. Aber sie wurde für den Einsatz von Technik im Präsenzunterricht entwickelt und stößt beim Distanzlernen natürlich an Grenzen“, sagt die Ratsfrau.

Neben dem Schulausschuss vertritt sie die SPD im Haupt- und Finanzausschuss, im Ausschuss für Digitalisierung und E-Government sowie im Integrationsrat. Über die SPD-Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt hat Julia Lakirdakis-Stefanou 2013 auch den Einstieg in Lokalpolitik gefunden. Inzwischen ist sie zusammen mit Manfred Krugmann Vorsitzende des SPD-Ortsvereins. „Politisch engagiert habe ich mich eigentlich schon immer“, erzählt sie. In Paderborn habe das beim griechischen Studierendenverein begonnnen.

Zur Person

Julia Lakirdakis-Stefanou (48) wurde in Gummersbach geboren, ist in Griechenland aufgewachsen und nach dem Abitur zum Studium wieder nach Deutschland gekommen. Die studierte Erziehungswissenschaftlerin arbeitet heute selbstständig in der Werbebranche. Außerdem vertreibt sie Olivenöl aus ihrer Heimat. Lakirdakis-Stefanou ist verheiratet und Mutter einer Tochter.

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