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Europäische Bildungsarbeit: Westfalen-Kolleg in Paderborn startet neues Projekt

„Gabe als Aufgabe“

Paderborn (WB). Das Paderborner Westfalen-Kolleg koordiniert seit mehr als 25 Jahren europäische Bildungsinitiativen. Dafür erhält die Weiterbildungseinrichtung die Förderung eines internationalen Kooperationsprojektes.

Dr. Ulrike Kurth und Jan Lindner freuen sich mit den Studenten Lisa Biermann und Emilie Pohlmeier über die Fortführung der europäischen Bildungsarbeit am Westfalen-Kolleg durch die Bewilligung eines neuen „Erasmus+“-Projektes. Foto:

Die wesentlichen gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen dieser Zeit haben eine internationale Dimension, wie nicht erst seit der Corona-Krise klar geworden ist. Aber deutlich wird gegenwärtig auch, dass Multiperspektivität, internationale Solidarität und Kooperationsbereitschaft nicht immer einfach herzustellen sind.

Um über Ländergrenzen, Sprachen sowie kulturelle und gesellschaftliche Prägungen hinweg an Fragestellungen gemeinsam arbeiten zu können, braucht man Kompetenzen, die man nach Überzeugung des Westfalen-Kollegs Paderborn in erster Linie durch eigene Erfahrungen im internationalen Austausch erwerben kann.

Internationale Projekttreffen

Deswegen initiiert das Kolleg seit Anfang der 1990er Jahre besonders dank der Initiative von Dr. Ulrike Kurth europäische Bildungskooperationen, an denen im Laufe der Jahre ganz unterschiedliche Bildungseinrichtungen von Universitäten bis Grundschulen aus fast allen Mitgliedsstaaten der EU mitgewirkt haben. Den Studenten des Westfalen-Kollegs wird so die Möglichkeit eröffnet, an internationalen Projekttreffen teilzunehmen und dort eigene Arbeitsergebnisse vorzustellen und zu diskutieren.

Fortgesetzt wird diese Arbeit nun durch ein weiteres Projekt mit dem Titel „Gabe als Aufgabe – unsere Verantwortung für morgen“, das im Rahmen des „Erasmus+“-Programms der EU gefördert und neben Dr. Ulrike Kurth auch von Jan Lindner am Westfalen-Kolleg geleitet wird. Neben dem Paderborner Kolleg sind Schulen aus Bilbao (Spanien), Kontiolahti (Finnland), Trnava (Slowakei), Liepaja (Lettland) und Gent (Belgien) beteiligt.

Inhaltlich werden die Studenten sich in der zweijährigen Projektphase damit beschäftigen, wie Schulen und auch jeder Einzelne in den Bereichen Verkehr, Energie, Müll, Ernährung und Bekleidung der gemeinsamen Zukunft gegenüber verantwortlich handeln kann.

Lokale Handlungsalternativen im Fokus

Ausgehend von einer systematischen Bestandsaufnahme und dem Austausch über die Situation in den jeweiligen europäischen Regionen, soll gemeinsam über konkrete lokale Handlungsalternativen nachgedacht werden. Die Ansätze können von klimafreundlichen Fortbewegungsmitteln über Mülltrennung und bewusstes Konsumverhalten bis zu alternative Energieformen reichen.

Natürlich stehen auch europäische Projekte gegenwärtig im Zeichen der Corona-Pandemie. Aber da die Schlussfolgerung aus der Krise nicht lauten kann, internationalen Austausch einzustellen, sondern angepasste Wege der Kooperation zu finden, wird sich das Westfalen-Kolleg dieser Herausforderung verantwortungsbewusst stellen.

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