1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Paderborn
  6. >
  7. „Gefährliche Stellen im Stadtverkehr entschärfen“

  8. >

Grüne fordern mehr Sicherheit für Radfahrer in Paderborn

„Gefährliche Stellen im Stadtverkehr entschärfen“

Paderborn

Die Ratsfraktion der Grünen will sich für einen sicheren Radverkehr in Paderborn stark machen. „Wir wollen die Chancen der StVO-Novelle aus dem vergangenen Jahr nutzen und gefährliche Stellen im Stadtverkehr entschärfen“, erklärt Dr. Klaus Schröder von den Grünen, der Vorsitzender im Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität ist.

wn

Die Paderborner Grünen wollen den Straßenverkehr für Radfahrer in Paderborn sicherer machen und schlagen dazu vor, das neue Verkehrsschild „Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen“ aufzustellen. dpa

Neu eingeführt wurde unter anderem das Verkehrszeichen „Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen“ (zum Beispiel Fahrräder). Dieses Schild kann ergänzend an Engstellen aufgestellt werden, an denen das Überholen wegen des fehlenden Mindestabstands von 1,5 Meter ohnehin nicht möglich ist, es aber oft trotzdem zu riskanten Überholmanövern kommt.

Ein besonderes Augenmerk verdient nach Ansicht der Grünen hier die Penzlinger Straße, in deren Umfeld zwei große Schulen liegen. „Zu Stoßzeiten ist die Straße oftmals so stark überlastet, dass kaum Begegnungsverkehr möglich ist. Wenn dann noch ‘mal eben’ überholt wird, kann es schnell gefährlich werden“, ergänzt Ulrich Möhl (Grüne).

„Eine ähnliche Situation finden wir in Schloß Neuhaus entlang der Residenzstraße“, erklärt Matthias Hunstig, Sachkundiger Bürger für die Grünen. „Viele Radfahrende trauen sich wegen schlechter Erfahrungen dort nicht, auf der Straße zu fahren, und weichen gefährlicherweise auf den Gehweg aus.“

In den benannten Straßen könnten erste Erfahrungen mit den neuen Schildern gesammelt werden, die bisher noch nicht im Paderborner Straßenverkehr auftauchen. Bedenken, dass der KFZ-Verkehr ausgebremst wird, bestehen nach Meinung der Grünen nur am Rande: In diesen Straßen liege wegen verschiedener bereits bestehender Hindernisse das Durchschnittstempo kaum über dem eines Fahrrades. „Sollte es doch hier und da für Autofahrer zu Verzögerungen kommen, so sollte das die Sicherheit und Unversehrtheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer Wert sein“, heißt es in der Mitteilung der Grünen.

Ein entsprechender Antrag wird am Dienstag, 20 April, im Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität eingebracht.

Startseite
ANZEIGE