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„IMAD“-Festival verspricht für September herausragende Konzerte

Geistliche Musik der Spitzenklasse im Dom und in anderen Paderborner Kirchen

Paderborn

Im Paderborner Dom wird nicht nur gebetet, sondern auch wunderbare Musik zelebriert. Zum Beispiel im kommenden September bei der neuen Festival-Triennale „IMAD: Internationale Musiktage am Dom“. Der Vorverkauf hat jetzt begonnen.

Der WDR-Rundfunkchor kommt am 23. September nach Paderborn und reiht sich ein in die Riege hochkarätiger Künstlerinnen und Künstler. Foto: Foto: Christian Palm

Renommierte und hochkarätige Künstlerinnen und Künstler werden nach Paderborn kommen, um geistlicher Musik erstrahlen zu lassen. Der Hohe Dom zu Paderborn steht dabei im Mittelpunkt, aber auch die Universitäts- und Marktkirche sowie die Kaiserpfalz gehören zu den Aufführungsorten.

Veranstalter des Festivals sind das Metropolitankapitel Paderborn und die Paderborner Dommusik. Die künstlerische Leitung und Festivalintendanz hat Domkapellmeister Thomas Berning übernommen. Der Beirat besteht aus dem Domorganisten, dem Domkantor und einem Vertreter des Metropolitankapitels. Kooperationspartner sind unter anderem die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford und die Hochschule für Musik Detmold.

„Wendepunkte“

„IMAD“ 2022 bildet unter dem Leitwort „Wendepunkte“ den Auftakt für eine künftige Triennale, so dass die nächste Ausgabe für 2025 geplant ist. Zu den zahlreichen Highlights des ersten Festivalprogramms gehören Gastspiele internationaler und international bekannter Künstlerinnen und Künstler. Die Zuhörer dürfen sich auf den weltberühmten Knabenchor der katholischen Kathedralkirche Londons, den Westminster Cathedral Choir, freuen (25. September 2022, Universitäts- und Marktkirche).

Dort ist auch eines der weltweit führenden Vokalensembles beheimatet: Voces8 singen im Hohen Dom (18. September) und bieten einen Workshop zu ihrer ganz eigenen musikalischen Methode an (19. September). Der WDR-Rundfunkchor ist die musikalische »Stimme« des Senders und ein weltweit gefragter Chor bei Konzerten live vor Ort, im Studio, in Radio und Fernsehen sowie bei CD-Produktionen. Er gastiert am 23. September in der Universitäts- und Marktkirche.

Das Vokalensemble Voces8 gastiert am 18. September im Dom und bietet zudem einen Workshop an. Das Vokalensemble Voces8 gastiert am 18. September im Dom und bietet zudem einen Workshop an. Foto: Kaupo Kikas

Das junge Vokalensemble für Musik des Frühbarock „Seicento Vocale“ war schon im letzten Jahr fest eingeplant. Es bringt ein neues Programm mit: „Fiat iustitia“ verspricht ein Konzert mit sechs- bis zwölfstimmigen Werken von Giacomo Carissimi am 11. September in der Kaiserpfalz. Am 16. September tauchen die Musiker Dominik Susteck (Orgel) und Kurt Laurenz Theinert (Visual Piano) den Hohen Dom mit ihrem multimedialen Konzert „Lux Aeterna“ musikalisch und visuell in ein ganz eigenes Licht. Musik und Licht füllen den Dom auf der Suche nach authentischem Ausdruck. Organist und Komponist David Briggs aus New York hat die „Auferstehungs-Sinfonie“ von Gustav Mahler für die Orgel bearbeitet und führt diese Bearbeitung mit dem IMAD-Projektchor auf (28. September im Dom).

Die in Paderborn inzwischen schon traditionelle „Lange Nacht der Kirchen“ findet in Kooperation mit Citymanagement und Werbegemeinschaft Paderborn am 17. September statt. Vokalensembles aus den Chören der Dommusik, Organisten und weitere Künstlerinnen und Künstler spielen und singen kurze Konzerte in den festlich beleuchteten Kirchenräumen der Paderborner Innenstadt. Das Publikum hat die Möglichkeit, sich sein ganz eigenes Konzertprogramm zusammenzustellen und von Aufführung zu Aufführung zu wandeln.

Einmalige Beiträge

Das neue Festival wartet mit einigen, im wahrsten Wortsinne einmaligen Beiträgen auf. Gleich das Eröffnungskonzert setzt einen solchen Höhepunkt mit einer Premiere: Zum ersten Mal überhaupt wird Arthur Honeggers meisterhaftes Oratorium König David in der grandiosen Kulisse des Doms unter der Leitung von Thomas Berning aufgeführt (9. September).

David steht auch im Zen­trum des biblischen Singspiels „Ich will das Morgenrot wecken“. Unter der Leitung von Domkantor Patrick Cellnik studieren dies Schülerinnen und Schüler der Realschule und des Gymnasiums St. Michael Paderborn ein und führen es an mehreren Tagen auf (10., 12. und 13. September, Aula der Michaelsschulen).

Domorganist Tobias Aehlig spielt Petr Ebens „Hiob“ bei einem Orgelkonzert am 21. September im Dom. Zum „Tag des offenen Denkmals“ erläutert er zudem bei einer Orgelführung die Orgelanlage im Hohen Dom, eine der größten in Deutschland (11. September). Die samstägliche „Angelus-Matinee“ lädt auch im Rahmen des Festivals dazu ein, nach einem gemeinsamen Angelus-Gebet eine halbe Stunde Orgelmusik in der oft lichtdurchfluteten Kathedrale des Erzbistums zu genießen und dabei manche musikalische Entdeckung zu machen (10. und 17. September).

Zum Abschluss erklingt Giuseppe Verdies große Totenmesse

Zum Abschluss der ersten Ausgabe der „Internationalen Musiktage am Dom Paderborn“ erklingt Giuseppe Verdis große Totenmesse zum ersten Mal im Dom (30. September). Besetzt mit internationalen Opernsolisten, dem großen Chor der Paderborner Dommusik und der NWD verabschiedet sich das Festival mit einem hochkarätigen und tiefgreifenden Musikereignis.

Das Programm und weitere Informationen gibt es unter www.imad-festival.de. Karten sind erhältlich beim Paderborner Ticket-Center am Marienplatz (Telefon 05251/299750) und unter www.dommusik.ticket.io.

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