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Verwaltung sieht bei der Aufarbeitung keinen Nachholbedarf

Gerät Paderborns Militärgeschichte in Vergessenheit?

Paderborn

Die Paderborner Kasernen werden zu Vierteln für Wohnen, Arbeiten, Sport und Kreativität. Gerät dadurch die militärische Vergangenheit der Stadt in Vergessenheit? Die Verwaltung sieht diese Gefahr nicht.

Im  Residenzmuseum in Schloß Neuhaus geht es nicht nur um Fürstbischöfe, sondern auch um Militärgeschichte. In einer Ausstellungseinheit geht es um die 8. Husaren.   Foto: Jörn Hannemann

Der Rat solle sich offen und unvoreingenommen zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Paderborns als Garnisonsstadt bekennen, beantragte die AfD in der jüngsten Ratssitzung. Zudem solle  das Stadtmuseum eine Ausstellung über die militärische Tradition in und im direkten Umkreis von Paderborn erarbeiten. Darüber hinaus gelte es die Substanz der Gebäude zu erhalten, betonte die Fraktion, die auch nichts dagegen hätte, wenn an der Universität militärische Forschung betrieben würde.

Paderborn sei eben nicht nur eine Universitäts- und Bischofsstadt, sondern auch eine Garnisonsstadt, findet die AfD. Ihr Antrag wurde von den übrigen Fraktionen trotzdem abgelehnt, und die Verwaltung selbst sieht  keinen Nachholbedarf, wenn es um Informationen über das militärische Erbe geht.

Der Erste Beigeordnete Carsten Venherm verwies darauf, dass dieses Thema einen integralen Bestandteil im Stadtmuseum und im Residenzmuseum im Schloss Neuhaus bilde. Außerdem habe es mehrfach Ausstellungen gegeben, die sich mit einzeln Aspekten beschäftigten. Venherm erinnerte an „Ross und Reiter: von der Kavallerie zum modernen Pferdesport“ 1996, an „Die 8. Husaren und ihre Garnison in Neuhaus und Paderborn“ (2001), „Briten in Westfalen “(2017) und an „Links, zwo, drei, vier: Paderborn als Garnisonsstadt 1813-1945“ im Jahr 2020.

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