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Prozess um Veruntreuung von Stahlröhren bei Benteler eröffnet

Gewaltige Menge Stahl „verschoben“: fünf Männer in Paderborn vor Gericht

Paderborn

4550 Tonnen Stahl – das ist eine eher abstrakte Zahl für jemanden ohne Metall-Erfahrung. So viel wiegen etwa 2000 Luxusautos oder 1,263 Millionen Sturmgewehre G36 – mehr als siebenmal so viele wie die Bundeswehr davon überhaupt hat. Es handelt sich also um eine ganz gewaltige Menge. Und diese ganz gewaltige Menge soll beim Paderborner Unternehmen Benteler veruntreut worden sein, über Jahre hinweg. Jetzt stehen fünf Männer als mutmaßliche Täter in Paderborn vor Gericht.

Von Ulrich Pfaff

Vom Benteler-Gelände in Schloß Neuhaus sind über Jahre große Mengen Stahl entwendet worden. Die Täter müssen sich nun vor Gericht verantworten. Foto: Oliver Schwabe

Die Vorwürfe reichen weit zurück: Bereits 2012 sollen die ersten angeklagten Taten begangen worden sein, der Anklagezeitraum endet im Dezember 2015. Aus Sicht eines der Verteidiger ist für 72 der insgesamt 135 Taten bereits eine Verjährung eingetreten – was jedoch in diesem Verfahren angesichts einer Entscheidung des Oberlandesgerichts keine Rolle spiele. „Das entscheidet dann der Bundesgerichtshof“, sagte Rechtsanwalt Martin Mauntel gleich zum Auftakt des Prozesses vor der 8. großen Strafkammer des Paderborner Landgerichts. Damit ist zumindest eines klar: Die Aufklärung der ganzen Geschichte wird nicht einfach werden.

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