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Kooperation mit Westfalenwind-Tochterfirma – 440 mal so schnell wie ein durchschnittlicher Haushalts-Internetanschluss

Glasfaserleitung für die Lernstatt Paderborn

Paderborn

Die Internetanbindung der städtischen Online-Plattform Lernstatt Paderborn ist durch eine Kooperation so einsatzfähig und belastbar geworden wie noch nie. Das zumindest sagen die Stadt Paderborn und eine Tochterfirma des Unternehmens Westfalenwind.

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Im Fuß des Stahlbetonturms einer Windkraftanlage sind feuerbeständige IT-Sicherheitsschränke aufgestellt. Die Daten sind in den IT-Safe-Schränken vor fremdem Zugriff und vor EMV-Störungen (elektromagnetische Verträglichkeit) geschützt. Die Server werden mit Windstrom aus der Anlage vor Ort betrieben. Foto:

Die Westfalenwind IT GmbH & Co. KG betreibt laut einer Mitteilung von Stadt und Westfalenwind als einziges Unternehmen in der Region hochschnelle Glasfaserleitungen mit großen Bandbreiten direkt vom Internet-Knotenpunkt Frankfurt am Main unter anderem zum Technologiepark Paderborn. Dort haben der kommunale IT-Dienstleister GKD Paderborn und seine Tochter, die OWL-IT, einen Sitz.„Als wir von den Leitungsproblemen und den Hacker-Angriffen auf die Lernstatt erfuhren, haben wir direkt zum Telefon gegriffen und Kontakt mit der GKD aufgenommen“, erläutert Fiete Dubberke, Mit-Geschäftsführer bei Westfalenwind IT. Schnell sei klar geworden, dass man helfen könne und so habe man innerhalb von knapp drei Tagen eine zehn Gigabit/s-Leitung zur Verfügung gestellt. Zum Vergleich: Das ist 440 mal so schnell wie ein durchschnittlicher Haushalts-Internetanschluss.

Bernd Kürpick

„Das Angebot haben wir sehr gerne angenommen“, sagt Bernd Kürpick, Geschäftsführer des kommunalen IT-Dienstleisters GKD und der OWL-IT. Um unbürokratisch schnell zu helfen, habe Westfalenwind IT seine Leistungen inklusive der Installationskosten für die verbleibenden zehn Tage im Januar kostenfrei und zunächst testweise zur Verfügung gestellt. „Mittlerweile hat die Stadt Paderborn einen längerfristigen Vertrag mit dem Windkraft-Glasfaseranbieter geschlossen“, erklärt Burkhard Pöhler, Lernstatt-Leiter der Stadt. Dadurch sei man jetzt auch in der Lage, die massiven Hackerangriffe noch besser als bisher abzuwehren.„Bislang haben wir schon 33 Gigabyte an DDOS-Attacken mittels einer aufwendigen Hardware-Lösung abgefangen, die die bisherige Leitung der Lernstatt allein betrachtet regelmäßig überlastet hatten“, erklärt Dubberke. Dazu sei Westfalenwind IT in der Lage, weil es mit dem IT-Unternehmen Aixit aus Frankfurt zusammenarbeite.

Auf beiden Seiten werde jetzt überlegt, wie diese Glasfaser-Direktverbindung zum weltweit größten Internet-Knotenpunkt in Frankfurt weiter zum Vorteil der digitalen Modellregion Paderborn genutzt werden könne. Technisch machbar und kurzfristig umsetzbar seien zum Beispiel direkte Anbindungen von Einrichtungen wie Schulen, aber auch Gewerbegebiete, erläutert Dubberke. Das Unternehmen mit Sitz im Gewerbegebiet Benhauser Feld in Paderborn biete außer Glasfaseranschlüssen auch den Betrieb von Rechenzentren in Windkraftanlagen sowie weitere IT-Dienstleistungen wie Managed Services an.

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