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Diözesanmuseum schließt für zwölf Wochen seine Pforten

Goodbye Antike, hello Gotik!

Paderborn (WB). Wenn an diesem Sonntag die Sonderausstellung »More Than Rome« zu Ende geht, dann schließt das Diözesanmuseum seine Pforten für zwölf Wochen für den Aufbau der Gotik-Schau.

Eines der kostbaren Exponate für die Gotik-Ausstellung: Deckel eines Buchkastens aus St. Blasien (Ausschnitt). Die kunstvolle Arbeit aus vergoldetem Silber wurde um 1270 gefertigt und befindet sich heute in der Benediktinerabtei St. Paul im Lavanttal. Foto: Gerfried Sitar

Bis zum 1. Juli ist noch Gelegenheit, sich die Ausstellung »More Than Rome – Christoph Brech im Dialog mit der Sammlung des Diözesanmuseums« anzuschauen. Am Sonntag, dem letzten Schautag, bereichert das Museum die Finissage mit vielfältigen Aktionen. Danach verlassen die spannungsreichen, überraschenden und tiefgründigen Arbeiten des renommierten Foto- und Videokünstlers Christoph Brech die Stadt.

Die Schätze der Museumssammlung ziehen um ins Depot, damit der Umbau für die kommende große Sonderausstellung beginnen kann. Eröffnet werden soll die Schau »Gotik. Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa« am 21. September.

Dialog-Abend

Ein Höhepunkt des umfangreichen Rahmenprogramms zur Ausstellung »More Than Rome« war der Dialog-Abend mit dem bekannten Literaturwissenschaftler, Philosophen und Bestseller-Autor Rüdiger Safranski und dem Künstler Christoph Brech. Das Gespräch und den anschließenden Rundgang durchs Museum hat das Team von »Salzerfim« (Bielefeld) begleitet. Entstanden ist eine etwa 30-minütige, kurzweilige Dokumentation dieser Begegnung, ein unterhaltsamer Blick zurück, der zum Ausstellungsabschluss erstmals und – während dieses Tages gleich mehrfach – zu sehen sein wird.

Der aktive Teil des Programms ist ein Blick nach vorn: Unter dem Motto »Goodbye Antike – Hello Gotik« lädt die Künstlerin und Kunstpädagogin Claria Stiegemann von 13 bis 17 Uhr zum Zeichenkursus ein. Die Teilnehmer können ein letztes Mal der Antikenbegeisterung des Künstlers Christoph Brech nachspüren und sich zugleich bereits von der Gotik inspirieren lassen.

Denn schon in der aktuellen Ausstellung gibt es eine eigene Abteilung mit geheimnisvollen Funden aus den Domgrabungen, die für die kommende Gotik-Ausstellung restauriert werden. Ob antike Götterstatue oder die von der Zeit arg gebeutelte gotische Königin von Saba – alles kann individuell im eigenen Skizzenbuch festgehalten werden. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung im Museum aber erforderlich.

Diözesanmuseums Paderborn schließt für fast drei Monate

Und zum letzten Mal gibt es am Sonntag die Möglichkeit, »More Than Rome« bei einer Führung zu erkunden. Um 14 Uhr wird ein kostenloser Rundgang durch die Ausstellung angeboten.

Um 18 Uhr schließen sich die Türen des Diözesanmuseums Paderborn für fast drei Monate. Abbau, Umbau und Aufbau beschäftigen dann das Museumsteam, das wieder kostbare Exponate aus ganz Europa erwartet.

Ausgehend vom Paderborner Dom entwirft die neue kunst- und kulturhistorische Sonderausstellung das faszinierende Panorama einer ereignisreichen und bewegten Zeit. Dabei nimmt sie die großartige Stilepoche der Gotik auf vielfältige Weise in den Blick: vom Bauprozess über bahnbrechende technische Neuerungen bis hin zum Austausch kultureller Ideen.

Die Gotik-Schau wird bis zum 13. Januar zu sehen sein.

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