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Verwaltungsgericht Minden: Es muss noch geprüft werden, ob die in Rechnung gestellte Summe korrekt ist – mit Video

Großbrand 2016 in Paderborn: Westfleisch muss Löschkosten wohl übernehmen

Paderborn (dpa)

Im Streit um Löschkosten nach einem Feuer 2016 im Westfleisch-Schlachthof in Paderborn hat das Verwaltungsgericht Minden den Verfahrensbeteiligten einen Hinweis gegeben. Nach der mündlichen Verhandlung am Mittwoch gehen die Richter davon aus, dass der Betreiber Westfleisch der Stadt Paderborn einen Teil der Kosten erstatten muss.

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Nach dem verheerenden Feuer blieb vom Westfleisch-Schlachthof nur noch das Gerüst übrig. Foto: Jörn Hannemann

Allerdings müsse noch geprüft werden, so die Angaben von Gerichtssprecherin Amrei Stocksmeyer, ob die in Rechnung gestellte Summe von 53.000 Euro in der Höhe korrekt ist. In der Verhandlung sei deutlich geworden, dass Westfleisch auf dem Gelände eine Ammoniak-Kälte-Anlage betrieben habe. Deshalb sei der Einsatz von speziellen Löschmitteln gerechtfertigt gewesen. Nach dem Gesetz dürfen diese berechnet werden (Az.: 3 K 2474/19).

Die Stadt muss jetzt Nachweise für die Kosten nachliefern. Ob sich Westfleisch und die Stadt dann nochmals vor Gericht treffen, ist derzeit offen. Bei dem Feuer war der Schlachthof zerstört und anschließend nicht wieder aufgebaut worden.Es entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden in Paderborn mit 600 Beschäftigten pro Woche rund 1300 Rinder und 30.000 Schweine geschlachtet. Westfleisch mit Sitz in Münster ist eine Genossenschaft und hatte für 2019 einen Umsatz von 2,79 Milliarden Euro erwirtschaftet.

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