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Auf Erstattung ihrer Eintrittsgelder verzichtet: Paderborner Kulturfreunde spenden fast 45.000 Euro

Große Unterstützung für die Philharmonie

Paderborn

Aufgrund des ersten Corona-bedingten Lockdowns mussten von Mitte März bis zum Sommer 2020 alle Konzerte und Theaterveranstaltungen in den Veranstaltungsreihen des Kulturamts Paderborn abgesagt werden. Das Kulturamt hatte seinen Gästen, darunter überwiegend Abonnentinnen und Abonnenten, bei der Rückabwicklung der Eintrittsentgelte die Möglichkeit gegeben, zwischen der Ausstellung von Gutscheinen und einer Spende zu wählen. Etwa zwei Drittel wählten den Weg der Spende.

wn

Die Mitglieder der Nordwestdeutschen Philharmonie Foto: Sandra Kreutzer

Kulturfreunde aus Paderborn haben durch ihren Verzicht auf Erstattung ihrer Eintrittsgelder aus der Saison 2019/2020 eine Summe von fast 45.000 Euro gespendet. Der Großteil des Geldes, nämlich etwa 35.000 Euro, gingen an den Förderverein „NWD-Freunde“, der den Betrag an die Nordwestdeutsche Philharmonie weitergeleitet hat.

„Wir freuen uns sehr über die großartige, geradezu atemberaubende Bereitschaft zur Unterstützung seitens des Publikums – sowohl für die finanzielle Hilfe wie auch für das starke Zeichen der Verbundenheit, für das die Orchestermitglieder große Dankbarkeit empfinden“, sagt Dr. Ralf Struthoff, Vorsitzender der NWD-Freunde. Er weiß, dass insgesamt in ganz OWL etwa 1000 Abonnenten ihre Abonnement-Gelder gespendet haben, davon circa 450 aus Paderborn.

Den zweitgrößten Batzen der Spenden bekam der Förderverein des Landestheaters Detmold, das in Paderborn regelmäßig Oper, Operette, Musical und Ballett, gelegentlich auch Konzerte für Erwachsene und Kinder spielt. Kleinere Beträge erhielten anlässlich der Puppenspielwochen der Verband Deutscher Puppentheater und anlässlich der Kammerkonzerte der Verein zur Förderung von Landesjugendensembles NRW.

Wiederholen wolle man die Spendenaktion in der laufenden Saison nicht, in der wiederum viele Konzerte und Veranstaltungen ausfielen, sagt der Paderborner Kulturamtsleiter Christoph Gockel-Böhner, denn bei der Wiederholung könne das Angebot zur Spende als eine Art moralischer Druck missverstanden werden. Dieses Missverständnis wolle man vermeiden. „Es haben dennoch schon wieder aktiv Abonnentinnen und Abonnenten ihre Spendenbereitschaft angemeldet“, berichtet er. Ihnen werde man natürlich einen Weg eröffnen.

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