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Land hat 100 Luftreiniger genehmigt

Grundschulsituation in Schloß Neuhaus heikel

Paderborn (WB/dk).

Die Schulsituation in Schloß Neuhaus bereitet der SPD Sorgen. Erneut würden trotz der im Schulentwicklungsplan vorgesehenen Achtzügigkeit neun Eingangsklassen im Bereich der Grundschulen eingerichtet, stellte Manfred Krugmann fest und mahnte am Dienstag im Schulausschuss eine Überarbeitung der Pläne an.

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Zudem hat die SPD beantragt, dass sich auch der Bezirksausschuss für Schloß Neuhaus und Sande mit dem Thema befasst. Deren Mitglieder werden das nächste Mal am 18. Februar um 18 Uhr in Paderborns historischem Rathaus zusammenkommen. Die SPD verweist darauf, dass für das Schuljahr 2021/2022 auch vier Eingangsklassen an der Grundschule Thune in Sennelager geplant sind, obwohl die Schule auf drei Züge ausgerichtet ist. Von der Verwaltung wollen die Sozialdemokraten wissen, wie sie den künftigen Raumbedarf für Schule und Ganztagsbetreuung in Schloß Neuhaus und Sennelager beurteilt und wie sich der Ausbau der Josefsgrundschule auswirkt.

Container als Zwischenlösung unvermeidlich

Schuldezernent Wolfgang Walter erläuterte im Ausschuss, als Antwort auf die Raumnot in einigen Schulen seien Container als Zwischenlösung unvermeidlich. Die Verwaltung geht von maximal sechs weiteren aus. Zwei allein betreffen die Stephanus-Grundschule, die bereits sechs mobile Klassenräume aufweist.

Wie berichtet, sind für das Schuljahr 2021/22 insgesamt 1588 Jungen und Mädchen schulpflichtig geworden, 110 mehr als im vergangenen Jahr. Die Verwaltung bildet 66 Eingangsklassen, fünf mehr als zuletzt. Vier Schulen können nicht alle Anmeldungen berücksichtigen und müssen Kinder ablehnen. Konkret sind das die Grundschulen Marien, Karl, Overberg-Dom und Luther.

Geräte „so groß wie ein Kühlschrank“

Neben dem ABC spielt in Zeiten von Corona auch die Qualität der Luft in den Klassen eine Rolle. Der Energieberater des städtischen Eigenbetriebs für Gebäude (GMP), Jan Steinweg, berichtete im Ausschuss, dass das Land NRW die 100 beantragten Luftreiniger genehmigt habe und 450.000 Euro zahle. Die Geräte seien allerdings „so groß wie ein Kühlschrank“, bis zu 2,30 Meter hoch und bis zu 200 Kilo schwer. Wegen des Lärms werden pro Klassenraum zwei Geräte gebraucht, die beide im mittleren Leistungsbereich laufen sollten. Die Grundschulen sollen demnach zuerst die Luftreiniger erhalten, die nach Steinwegs Worten auch in Containern eingesetzt werden könnten.

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