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Abgabefrist läuft am 31. Januar ab

Grundsteuererklärungen verschaffen Finanzamt Paderborn viel Arbeit

Paderborn

Die Zahl der eingegangenen Grundsteuererklärungen ist in den vergangenen Tagen im Finanzamt Paderborn stark gestiegen, und zwar um das dreifache. Die Abgabefrist endet am 31. Januar. Bisher sind landesweit rund 3,6 Millionen Grundsteuererklärungen bei den nordrhein-westfälischen Finanzämtern eingegangen.

Die Grundsteuer beschäftigt gerade Finanzämter und Grundstückseigentümer gleichermaßen. Foto: Westfalen-Blatt

Dies   entspricht rund 54 Prozent der benötigten Erklärungen. „Im Finanzamt Paderborn wurden bisher 71.100 Erklärungen abgegeben, rund 60 Prozent. Die Abgabezahlen haben sich in den vergangenen Wochen verdreifacht“, erklärt Martin Kaufmann, Leiter des Finanzamts Paderborn. „Wir merken es ganz deutlich, dass der Grundsteuer-Endspurt begonnen hat. Mein Aufruf an alle Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer: Geben Sie jetzt Ihre Grundsteuererklärung ab. Am Dienstag, 31. Januar, 2023 endet die Frist zur Abgabe.“

Liegt dem Finanzamt die Erklärung nicht bis zum 31. Januar vor, wird die Abgabe gemahnt. Gibt die Eigentümerin bzw. der Eigentümer die Erklärung danach nicht ab, wird das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen schätzen. Daneben hat die Finanzverwaltung die Möglichkeit zur Festsetzung eines Verspätungszuschlages bis hin zur Festsetzung eines Zwangsgeldes.

Die digitale Info-Plattform der Finanzverwaltung www.grundsteuer.nrw.de unterstützt Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Erstellung der Grundsteuererklärung. „Wir haben Erklär-Videos mit praktischen Hinweisen für die Abgabe mit Elster erstellt“, so der Leiter. „Die ausführlichen Klick-für-Klick-Anleitungen führen Schritt für Schritt durch die Eingabefelder in Elster und die Check-Listen liefern eine Übersicht der benötigten Daten und Hinweise und wo diese zu finden sind.“ Außerdem steht ein FAQ mit Antworten auf die häufigsten Fragen zur Verfügung.

Auch das Grundsteuerportal (Geodatenportal), über das wichtige Informationen zum Flurstück, wie zum Beispiel die Gemarkung, der Bodenrichtwert und das Grundbuchblatt abgerufen werden können, ist dort zu finden. Eigentümerinnen und Eigentümer können dort den sogenannten Sachdatenauszug zu ihrem Flurstück abrufen, der bereits den Großteil der Daten enthält, die für die Grundsteuererklärung benötigt werden.

Digital abgeben mit Elster

Bisher wurden über 90 Prozent der bei den nordrhein-westfälischen Finanzämtern eingegangenen Erklärungen digital abgegeben. Die digitale Abgabe der ist über das Online-Finanzamt Elster unter www.elster.de möglich. Elster bietet viele Vorteile: Die Erklärung kann sicher, kostenlos und ganz ohne Papier beim zuständigen Finanzamt abgegeben werden. Außerdem überprüft die Software vor Versand ans Finanzamt die fertige Erklärung auf Vollständigkeit und Plausibilität.

Für diejenigen, die noch kein eigenes Konto bei Elster haben, hat der Vorsteher noch einen Tipp: „Sie können Ihre Grundsteuererklärung auch über den Elster-Zugang von nahen Angehörigen abgeben. Besitzt beispielsweise Ihre Tochter ein Benutzerkonto, können Sie dieses mitnutzen. Auch, wenn Ihre Tochter bereits die eigene Grundsteuererklärung über dieses Konto abgegeben hat.“

Grundsteuer-Hotline

Für individuelle Rückfragen zur Grundsteuerreform ist das Finanzamt Paderborn unter Tel. 05251/100-1959 (Mo.-Fr. 9 bis 18 Uhr) erreichbar. „Die Kolleginnen und Kollegen in unserer Hotline sind bestens informiert und helfen Ihnen gerne weiter“, so Kaufmann. „Die meisten Anliegen können wir bereits telefonisch klären.“

Bei Fragen zu Elster, zum Beispiel zur Registrierung oder zur Zertifikatsdatei, steht für Nordrhein-Westfalen das Elster-Team NRW unter Tel.  0251/934-1954 (Mo.-Do. 8 bis 15.30 Uhr und Fr. 8 bis 15 Uhr) zur Verfügung.

So geht es nach der Abgabe weiter

Die Finanzämter bearbeiten die Grundsteuererklärungen grundsätzlich entsprechend des Eingangs und versenden den Grundsteuerwert- sowie den Grundsteuermessbescheid an die Eigentümerinnen und Eigentümer. Der errechnete Grundsteuerwert hat insofern noch keine Aussagekraft über die zu zahlende Grundsteuer. Die Kommunen setzen ab 2024 zunächst die neuen Hebesätze fest und berechnen mit diesen die zu zahlende Grundsteuer. Informationen zum Ablauf nach Abgabe der Grundsteuererklärung und zum Inhalt der einzelnen Bescheide stehen auf www.grundsteuer.nrw.de zur Verfügung.

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