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Bericht über ukrainische Flüchtlinge erhitzt Gemüter in Ratssitzung

„Gutmensch-Litanei“: AfD greift Paderborns Bürgermeister Dreier an

Paderborn

In einer phasenweise an absurdes Theater erinnernden Ratssitzung in Paderborn hat sich die feindselige Stimmung zwischen der AfD, den übrigen Fraktionen und der Verwaltung am Donnerstagabend derart hochgeschaukelt, dass es zu einem Eklat kam.

Von Dietmar Kemper

16 Lkw-Transporte hat es von Paderborn nach Przemyśl bereits gegeben. Die Feuerwehren und Hilfsorganisationen wie THW, Malteser, Johanniter, DRK und Arbeiter-Samariter-Bund arbeiten vorbildlich zusammen. Foto: Stadt Paderborn

Bei der Diskussion über die Hilfe für ukrainische Flüchtlinge betonte Bürgermeister Michael Dreier, dass die Stadt nicht nur ihnen offenstehe: „Jeder, der aus Kriegsängsten und Not sich auf den Weg gemacht hat, ist bei uns herzlich willkommen.“ Daraufhin wollte der AfD-Fraktionsvorsitzende Marvin Weber wissen, wieviel Geld die Stadt für einen Flüchtling ausgebe, und sprach von „Gutmensch-Litanei und Heuchelei“. Aus den letzten Jahren sei bekannt, dass Migranten ihre Pässe wegwerfen würden, um an Sozialleistungen in Deutschland zu kommen. Bürgermeister Dreier entzog ihm das Wort. Sozialdezernent Wolfgang Walter warf wiederum dem AfD-Ratsherrn Alexander Lex eine „unerträgliche Wortwahl“ vor, weil der zwischen „echten“ und „nicht echten“ Flüchtlingen unterscheide.

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