1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Paderborn
  6. >
  7. Händler laden Frust ab

  8. >

Werbegemeinschaft Paderborn diskutiert mit CDU-Abgeordnetem Sieveke

Händler laden Frust ab

Paderborn (WB/itz)

Die erneute Verlängerung des Lockdowns sorgt bei den Mitgliedern der Paderborner Werbegemeinschaft für größten Unmut. Das ist am Freitag bei einer Videokonferenz mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Daniel Sieveke deutlich geworden.

wn

30 Mitglieder der Werbegemeinschaft Paderborn haben am Freitag an einer Videokonferenz mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Daniel Sieveke teilgenommen. Foto: Werbegemeinschaft Paderborn

Die Initiative zu dem Streitgespräch hatte Vorsitzender Uwe Seibel ergriffen. Mehr als 30 Händler und Gastronomen nahmen daran teil. Im Fokus der Kritik stand der neue Inzidenzwert, den die Bundesregierung in dieser Woche für weitere Lockerungsmaßnahmen festgelegt hatte. Die Herabsetzung der Inzidenz von 50 auf 35 vor dem Hintergrund der aufgetretenen Corona-Mutationen wurde von den Einzelhändlern und Unternehmern scharf kritisiert. Es fehlten weiterhin die Exitstrategien, bemängelten sie in aller Deutlichkeit. Es fehlen die Öffnungsperspektiven, lautete die einhellige Kritik. Auch die Ungleichbehandlung in verschiedenen Bereichen – zum Beispiel im Vergleich zu den Discountern, die ebenfalls Textilien verkaufen –

„Wir fühlen uns verkohlt“, brachte es Schausteller Hans-Otto Bröckling auf den Punkt. Unternehmer Friedrich Klingenthal (Südring) sprach davon, dass durch diesen Vorgang das Vertrauen in die Politik verloren gehe. Auch der Paderborner Möbel-Händler Martin Johannknecht nutzte die Gelegenheit, seinem Unmut gegenüber dem Abgeordneten Luft zu machen. Von Daniel Sieveke forderte er: „Sie sind unser Sprachrohr für uns nach Düsseldorf. Sie müssen für uns Druck machen!“

Daniel Sieveke betonte, dass der 35er Inzidenzwert „nicht meiner ist“. Er sei aber gewählt worden, um mehr Sicherheit in der Pandemie zu bekommen. Die Frage, was passieren würde, wenn bei einer Öffnung des Einzelhandels der Wert im Verlauf der kommenden Wochen wieder steigen sollte, beantwortete Sieveke so: „Wir wollen nicht wieder schließen. Einen dritten Lockdown wird die Politik nicht überleben.“ Das Land NRW werde sich nun mit verschiedenen Lockerungsszenarien befassen müssen. Beispiele seien Ladenverkäufe über vorherige Terminvergabe oder auch ein Registrierungsverfahren per Handy an den Ladentüren. Zum Kommentar zur Situation des Einzelhandels geht es hier.

Uwe Seibel, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Foto: Jörn Hannemann
Startseite