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Externe Pumpen und Zündelektroden können bei eisiger Kälte versagen

Heizgeräte sind stark gefordert

Paderborn (WB/dk)

Bei zweistelligen Minusgraden kann es sich rächen, die Heizung nicht regelmäßig gewartet zu haben. Die Gefahr, dass sie ausfällt, steigt, wenn die Temperaturen sinken. „Viele unterlassen die regelmäßige Wartung“, weiß der Innungsgeschäftsführer für Heizung, Sanitär und Klimatechnik bei der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, Norbert Knaup.

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Damit auch bei extremen Witterungsbedingungen die Heizung in der Wohnung verlässlich funktioniert, empfehlen Experten die Heizungsanlage regelmäßig warten zu lassen. dpa Foto:

Das Heizgerät sollte alle zwei oder am besten sogar jedes Jahr gewartet werden. Knaup: „Die Dämmung ist wichtig und ein gut gewartetes Heizgerät – dann passiert bei Temperaturen wie jetzt auch nichts.“ Im Winter müssten Heizungen mehr leisten und dabei könnten Einzelteile kaputtgehen. „Was ausfällt, sind externe Pumpen, Zündelektroden und Zündspulen“, erläutert der Experte. Die Hausbesitzer könnten sich dann in der Regel nicht selbst helfen und müssten fachmännische Hilfe holen. Bei Stammkunden sei in der Regel ein Handwerker am nächsten Tag vor Ort. Vor allem in älteren, nicht oder nur schlecht isolierten Häusern könne es sonst sehr ungemütlich werden. Ein modernes Heizgerät schaffe auch Temperaturen von minus 15 Grad über einen Zeitraum von zehn Tagen am Stück, weiß Norbert Knaup. Er rät dazu, bei alten Geräten über einen Austausch nachzudenken: „Wenn es älter als 20 Jahre alt ist, sollte man sich das überlegen.“

Die Wasserwerke Paderborn haben am Dienstag betont, dass Wasseranschlüsse trotz klirrender Kälte nicht so schnell einfrieren. „Wasserleitungen sind meist frostfrei verlegt worden“, sagte Mitarbeiter Daniel Rohring. Sie lägen in der Regel mehr als 80 Zentimeter tief im Boden. „Bis dahin muss der Frost erst einmal kommen, und zurzeit hat der Schnee noch eine isolierende Wirkung“, erläutert der Experte. Die Wasserwerke decken Paderborn, Borchen und Bad Lippspringe ab. Aktuell gebe es dort keinen eingefrorenen Wasseranschluss in den Haushalten, betonte Daniel Rohring. In dem Raum, in dem der Wasseranschluss liege, solle man bei einer Umgebungstemperatur von minus zehn Grad und weniger auf ausgiebiges Lüften verzichten. Wenn eine Leitung platzt, sollten der Wasserhausanschluss zugedreht und die Störungsstelle von Westfalen Weser Netz angerufen werden (Tel. 05251/2020300).

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