Die Linke Paderborn stellt Martina Schu als Kandidatin für die Bundestagswahl auf
„Hilfen müssen schneller kommen“
Paderborn
Die Linke Paderborn schickt Martina Schu als Kandidatin für den Bundestag ins Rennen.
„Die Corona-Krise hat die soziale Spaltung im Land verstärkt. Die Folgekosten der Pandemie dürfen nicht auf die arbeitenden Menschen, auf wirtschaftlich Schwache, auf alleinerziehende und alte Menschen abgewälzt werden. Darum müssen die Reichen und Superreichen stärker zur Finanzierung herangezogen werden. Dafür möchte ich im Bundestag meine ganze Kraft einsetzen.“ sagte Martina Schu (56) und überzeugte so den Kreisparteitag von Die Linke. Die aktive Gewerkschafterin wurde zur Direktkandidatin für den Wahlbezirk 137 – Paderborn gewählt.
Die soziale Krise der Pandemie verstärke die Ungleichheiten in Einkommen, Bildung und sozialer Teilhabe, sagt Martina Schu weiter: „Während Milliarden Euro locker an Konzerne fließen, bekommen die Armen nach einem Jahr gerade einmal 150 Euro für die Mehrkosten zum Schutz vor Corona. Das ist beschämend für ein Land, in dem trotz der Pandemie die Anzahl der Millionäre immer weiter steigt. Wir brauchen eine gerechte Steuerpolitik und eine sozialökologische Wende, bei der die Verursacher die Folgen des Klimawandels bezahlen.“
Die überzeugte Paderbornerin macht sich auch Sorgen um Kultur, Handel und kleinere Betriebe: „Es ist ein Skandal, dass Hilfen für den Mittelstand, Gastronomie und Soloselbstständige eher schleppend fließen oder erst sehr spät beantragt werden konnten. Das muss schneller gehen. Außerdem braucht der Einzelhandel, wie die kleinen Geschäfte in der Paderborner City, dringend Unterstützung bei den Ladenmieten.“
Martina Schu, ver.di-Bezirksgeschäftsführerin für OWL, betonte zudem, dass die Politik die Menschen nicht den rechten Demokratiefeinden überlassen dürfe. Nur ein starker Mietendeckel, ein Mindestlohn über zwölf Euro und das konsequente Verbot von Leiharbeit könne den ärmsten 20 Prozent der Bevölkerung helfen.
Auch Friedrich Straetmanns, Bundestagsabgeordneter aus Bielefeld, machte sich Sorgen um die Demokratie: „Die Bewältigung der Corona-Krise gehört in den Bundestag. Eine Runde aus Kanzlerin und Landesregierungen reicht nach einem Jahr Pandemie nicht mehr aus. Die vielen Maßnahmen und Grundrechtseinschränkungen brauchen eine breite demokratische Grundlage.“ Er motivierte die Versammlung, im Wahlkampf weiter Überzeugungsarbeit zu leisten.
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