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Grüne wollen Auftrittsmöglichkeit zu Libori in Paderborner City schaffen

Hoffnung für die Querschläger

Paderborn (WB). Es besteht noch Hoffnung, dass die Paderborner Querschläger und ihre Gäste doch in der Liboriwoche auftreten können. Die Grünen machen die Angelegenheit zum Thema für den Märkteausschuss am Mittwoch, 17. Mai (17 Uhr, Rathaus). Der soll die Verwaltung auffordern, den Querschlägern eine Auftrittsmöglichkeit zu organisieren.

Maike Stahl

Auch an der DGB-Kundgebung zum 1. Mai haben sich die Querschläger beteiligt. Foto: Schmitz

Die Stadt hatte nach Beschwerden über die Lautstärke der 100 Sambatrommler und aus Sicherheitsbedenken keine Auftrittsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe des Festgeschehens gesehen. Daraufhin hatten die Querschläger ihr »Liboridade« bei dem seit etwa 15 Jahren Trommler aus ganz Europa in Paderborn zu Gast sind, zunächst abgesagt.

Querschläger-Sprecher Jochen Carl

»Sollte am Mittwoch ein Kompromiss gefunden werden, könnten wir die Absage aber noch rückgängig machen«, ist Querschläger-Sprecher Jochen Carl überzeugt. »Eventuell wären wir dann nicht ganz so viele wie üblich, aber viele unserer Freunde haben die Hoffnung auf eine positive Wendung ohnehin noch nicht aufgegeben.« Das haben sie unter anderem in zahlreichen Solidaritätsvideos zum Ausdruck gebracht, die die Querschläger auf ihrer Internetseite veröffentlicht haben. Jochen Carl will auf jeden Fall als Zuschauer an der Sitzung teilnehmen.

Zuspruch haben die Querschläger zwischenzeitlich aus der Politik – neben den Grünen hat auch die CDU ihre Unterstützung signalisiert – und auch von Bürgermeister Michael Dreier erhalten. »Am Rande der Mai-Kundgebung hat er mir gesagt, dass es doch möglich sein müsse, einen Kompromiss zu finden«, berichtet Jochen Carl. Auch das Kulturbüro OWL habe bereits Ideen geäußert.

Den Querschlägern ist es jedenfalls wichtig, nah am Libori-Geschehen zu bleiben. Deshalb sei die Kulturwerkstatt, die die Stadtverwaltung als möglichen Ort für einen Auftritt benannt hatte, für die Trommler auch keine echte Alternative.

Das unterstützen auch die Grünen, die in ihrem Antrag ausdrücklich die Idee aufnehmen, eine innenstadtnahe Bühne beispielsweise an der Herz-Jesu-Kirche zu platzieren, um dort heimischen Künstlern die Gelegenheit zu geben, sich und ihre Kunst dem Publikum vorzustellen.

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