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IG Metall demonstriert mit Autokino-Warnstreik auf dem Paderborner Maspernplatz

Hupe statt Trillerpfeife

Paderborn

Die Tarifverhandlungen der Metall und Elektroindustrie sind mittlerweile in der vierten Runde, doch es ist noch keine Einigung in Sicht. Mit einem ungewöhnlichen Warnstreik haben die Beschäftigten nun ihren Forderungen in Paderborn Nachdruck verliehen.

Jörn Hannemann 

In Form eines Autokinos hat die IG Metall ihren Forderungen in den aktuellen Tarifverhandlungen Nachdruck verliehen. Die IG Metall hatte zum ersten großen Warnstreik im Kreis Paderborn aufgerufen. Foto: Jörn Hannemann

Auf dem Paderborner Maspernplatz hieß es hupen statt pfeifen: In Form eines Autokinos mit mehr als 200 Wagen und einer großen LED-Leinwand auf einem Lkw stellte die IG Metall unter Beweis, dass man selbst in Pandemiezeiten streiken kann.

Mehr als 200 Wagen kamen auf den Maspernplatz. Foto: Jörn Hannemann

Laut der Gewerkschaft legten im Hochstift 2000 Beschäftigte, unter anderem von Diebold Nixdorf, Benteler Automobiltechnik, Claas und FSB in Brakel, ihre Arbeit nieder. Am Morgen hatte eine ähnliche Kundgebung bereits in Bielefeld stattgefunden. Für Dienstag seien weitere Auto-Kundgebung in Herford und Minden geplant.

NRW-Bezirksleiter Knut Giesler ist Verhandlungsführer im aktuellen Tarifkonflikt. Foto: Jörn Hannemann

„Seit Mitte Dezember verhandeln wir. Bis heute liegt kein vernünftiges Ergebnis vor“, betonte NRW-Bezirksleiter Knut Giesler, der zugleich auch Verhandlungsführer ist. „Man muss mal schauen, wie sich die Mietpreise entwickelt haben. Da sind vier Prozent mehr Lohn absolut gerechtfertigt und notwendig. Nach der Pandemie müssen die Leute wieder Geld im Portemonnaie haben.“ Es sei keine Wertschätzung der Arbeitgeber zu erkennen gegenüber ihren Beschäftigten, die in den vergangenen Monaten unter erschwerten Bedingungen, unter Kurzarbeit und Abständen, die kaum einzuhalten waren ihre Leistung erbracht haben.

Am 15. März sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.

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