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Mehr Möglichkeiten für den Aufenthalt in Paderborn-Elsen schaffen

Ideen für den Ortskern

Paderborn (WB/itz) Interessierte Bürger hatten jetzt die Möglichkeit, sich über die Vorschläge des Beratungsbüros Junker und Kruse für den Elsener Ortskern zu informieren sowie selbst Ideen einzubringen.

Der Kirchplatz wirkt attraktiv, es mangelt aber an Möglichkeiten, sich hier aufzuhalten. Auch das benachbarte Umfeld des Bürgerservices haben sich die Planer vorgenommen. Sie wollen die Sicht auf die angrenzende Schule wieder freigeben. Foto: Ingo Schmitz

Der Paderborner Stadtteil Elsen hat das, was in anderen Ortschaften oftmals selten ist: Im Ortskern gibt es einen funktionierenden Einzelhandel. Um diesen zu stärken, soll die Aufenthaltsqualität gestärkt werden. Ein kultureller Mittelpunkt sowie Platz für Begegnungen könnten geschaffen werden, um das Vorhandene weiter zu optimieren. Am Samstag hatten die Bürger die Möglichkeit, sich über die Vorschläge des externen Beratungsbüros Junker und Kruse zu informieren sowie selbst Ideen einzubringen. „Die Bürgerbeteiligung ist in der Stadtentwicklung ein sehr wichtiges Instrument“, fasste die technische Beigeordnete Claudia Warnecke zusammen.

Elsen hat mehr als Autoverkehr zu bieten. Da sind sich nicht nur die Planer einig. Bei ihrer Untersuchung sind sie dort fündig geworden, wo es schon jetzt ein attraktives Umfeld gibt: Am Kirchplatz besteht so viel Fläche, die durchaus auch anders genutzt werden könnte. Spielgeräte, Bänke, Wasser: All das könnte die Aufenthaltsqualität deutlich steigern. Die grüne Landtagsabgeordnete Sigrid Beer, die die Veranstaltung besuchte, wurde noch konkreter: Die beiden Kirchengemeinden könnten dort in Verbindung mit dem Pfarrheim der Dionysius Gemeinde gemeinsam ein Integrationscafé betreiben. Doch bei allen Ideen: Am Ende gehen sämtliche Ideen nur im Zusammenspiel mit den Eigentümern. In dem konkreten Fall betrifft es also die Kirchengemeinde.

Auch den Vorplatz vor dem Bürgerservice haben die Planer näher unter die Lupe genommen. Die Fläche sei stark begrünt. Dafür gebe es auf der anderen Straßenseite eine gut frequentierte Außengastronomie.

Ziel der Planer sei es, die durch Grün verdeckte Schule, die für den Stadtteil wichtig sei, wieder sichtbar zu machen. Und auch hier könnte es zusätzliche Bänke geben, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Im gleichen Zuge müsste dann allerdings auch die Simonstraße in die neue Platzgestaltung einbezogen und der Aspekt „Verkehrsberuhigung“ berücksichtigt werden.

Eine weitere Feststellung der Planer betrifft die Anbindung der Ortschaft an die Grünflächen im Norden von Elsen. Die Wege dorthin seien nicht stringent geführt und wenig attraktiv. Kurzfristig könne dies durch Maßnahmen im Bereich des Kirchplatzes aufgewertet werden. Weitere Maßnahmen seien nur langfristig zu erreichen, wie zum Beispiel eine Anbindung des Sportplatz-Areals in Richtung Spielplatz, Bürgerhaus und Schützenwiese. Als weiteres Areal wurde die Gartenstraße untersucht. Auch hier sei im Umfeld noch Luft nach oben – eine Umsetzung hänge vom Eigentümer ab.

Nicht zuletzt sei die Verwaltung bemüht, in Gesprächen mit den Eigentümern im Bereich des Geschäftszentrums eine Fläche für einen Drogeriefachmarkt zu bekommen, betonte Warnecke. Die Umsetzung des Stärkungskonzepts kann wegen möglicher Fördergelder frühestens 2022 beginnen.

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